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Zündungen und starb vor der Zeit. „Hinaus mit Hagar," ruftHamann; Optimus maximus' verlangt keine Kopfschmerzen, sondernPulsschläge; aber wir haben eine Menge Deutscher, deren Hauptbe-dürfnisse lediglich Dinte, Papier und Federn sind im ganzen Jahr;die Dintcnflasche ist ihr Freudenbecher, die Leipziger Messe ihr Fa-sching, und eine Stelle in Weidmanns Katalogen oder in einem be-liebten Journale ihre höchste Glorie. Es gibt allerlei Narren. Einigewenige verkaufen ihre Diute theurer wie Rosenöl; die Mehrzahl sitztbei Käse, Brod, Bier und Pfeife, während ihre Herren Verleger Fa-sanen fressen und Burgunder saufen; manche werden gar eingesperrt;da sollten sie den Schlaf doppelt schätzen, der nichts kostet und ver-gessen macht, was drückt. Traurig bleibt es immer, daß Viele bloßschreiben, um nicht zu hungern, nicht bloß im Hauptquartier Leipzig,wo Mensel das sitzende Heer zu 12,000 Mann berechnete, sondernselbst unser Adelung, ehe er nach Dresden kam, mußte wohl schreiben,denn er hatte als Erfurter Professor nur 75 Thaler und Freibier.Doch, Gott sei Dank! die Zeit ist vorüber, wo der Arbeitstisch desAltdorfer Professors Schwarz, der durch Fleiß vorne ganz abgenutztwar, wie alte Schuhe, bewundert wurde; jetzt würde Herr Schwarzausgelacht, und mit Recht, denn man kann gar wohl auf solche von-vornige Schreibtischarbciter anwenden, was Le Voyer im Ganzen sagt-I?on peut voir ck'nn voll inckitlsreut des bomiues saus Isttros, Maispas Sans inckiAnation ckes Isttros saus bominesl^ Jenes sonderbaresitzende Heer soll nach Mensel nur 50,000 Thaler jährlich kosten, soleicht ist sein Tisch, der keine andere Füße als Schreibfedern hat, undzu Kästners Zeit war es nicht besser, sonst hätte er zu Göltingen denmit Aushungerung drohenden Franzosen nicht sagen können: „ich binfünf Jahre zu Leipzig Magister gewesen." Hier ist die recht eigent-liche Residenz der llebersetzer, die zwei Drittel des Heeres ausmachen,und Alles übersetzen, ohne zu fragen, ob es verdiene, übersetzt zuwerden, ohne einmal der Sprache mächtig zu sein; sie übersetzen jafür Leute, die die fremde Sprache auch nicht verstehen; sie vermehrenauch wohl die Bogenzahl durch Noten, die Leitsterne für den Lesersein sollen; aber wenn sich der Notenmacher ganz verstiegen hat?Jener behauptete, das sei gerade die getreueste llebersetzung, wenn einedunkle Stelle des Originals in der llebersetzung ebenso dunkel sei!Diese gelehrten Taglöhner und Handfröhner wären weit besser hinter
t Gott. — 2 Man kann mit gleichgültigem Auge die Menschen ohne Gelehrsamkeitbetrachten, aber nicht ohne Unwillen Gelehrsamkeit ohne Menschen.