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am 6. April ward Windischgrätz mit der Hauptarmes von den Ungarn,die 50 000 Mann mit 182 Geschützen zählten, bei Jsaszeg angegriffenund dadurch, daß der ungarische General Aulich*) rechtzeitig eintraf, unterdie Mauern von Pest zurückgeworfen, wobei sich der Besieger von Wienund Prag noch dadurch lächerlich machte, daß er in einem Bulletin seinenfluchtartigen Rückzug hinter der Redewendung verbarg, er habe sich „seinenReserven genähert."
Die Ungarn beschlossen nun, das von den Oesterreichern bedrängteKomorn zu entsetzen. Aulich blieb vor Pest stehen; Görgey aber marschirte
Heinrich Dembinski.
nordwestlich gegen Waitzen, das von dem kühnen Damjanich mit Sturmgenommen wurde, wobei der österreichische Kommandant, General Götz,fiel. Bei Nagy Sarlo stieß Görgey auf den österreichischen GeneralWohlgemuth, der mit 20 000 Mann in starker Stellung sich befand. Diesiegesmuthigen Ungarn stürzten über die Oesterreicher her und brachtenihnen nach zwölfstündiger blutiger Schlacht eine furchtbare Niederlage bei.Die Trümmer von Wohlgemutes Heer flohen bis an die Waag zurück.
Jetzt mußte man sich in Wien entschließen, den unfähigen Windisch-grätz abzusetzen, so schwer dies der Camarilla auch fallen mochte. An
0 Wegen seines schnellen Angriffs die „militärische Bulldogge" genannt.