Band 
Erster Theil.
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Einleitung.

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und unparteiische Gerechtigkeitspflege zu rühmen, die, ohne auf dasAnsehen der Person zu achten, jeden in seinem Besitzthume und anseiner Ehre ungekränkt erhielt gegen die Eingriffe von Mächtigerenund Größeren?) Diese rücksichtslose Ausübung der Justiz wirkteum so vvrtheilhafter, wenn man sie mit den schlimmen Ungerechtig-keiten verglich, die in anderen Ländern: in den kleinen italienischenStaaten, in Deutschland, Frankreich und selbst England die Vor-nehmen sich gegen die Geringeren erlaubten. Zweitens aber wurdedem Spanier das Ertragen seines Elends erleichtert durch die ihmangeborene Genügsamkeit und Geduld, die ihn die schwersten An-strengungen ertragen läßt und ihn bei der kärgsten Kost wohl undin heiterer Stimmung erhält. Wenn der Spanier nur nicht vielzu arbeiten brauchte, nahm er mit Wasser und schmalen Bissengern sürlieb. Seine Speise konnte noch so geringfügig sein, nurden äußern Schein mußte er aufrecht erhalten können, und zudiesem gehörte vor allem das Vermeiden jeder mechanischen Be-schäftigung?)

Während Spanien's Kräfte bereits bedeutend geschwächt waren,hielt es doch seine Anmaßung um nichts weniger aufrecht. Da gabes keine Angelegenheit, keine Frage, von dem österreichisch-türkischenKriege an bis zur Thronfolge in England, von den Verhältnissender Ostseeländer bis zu den Streitigkeiten der maurischen Könige inNordafrika, in die Spanien sich nicht gemischt hätte. Ueberallhinerstreckte sich sein Einfluß, überallhin strömte auch sein Gold undrichteten sich seine geheimen Umtriebe. Der erste und hauptsächlichsteZweck, den Spanien im Auge hatte, war die Erwerbung neuer Be-sitzungen. Anstatt von den fremden Gebieten, die ihm schon so sehrzur Last lagen, die drückendsten aufzugeben, schaute es vielmehr mitwahrhafter Gier umher, wo ein neuer Ländersetzen, und sei es auch

') 4.ros,m xolitiei äei kreneixi <4Its,IiL (ViIIs,ti'kmeL 1672) 38. — 4'r.8orM20; 55. 133.

r) k'r. kiiuli, 347.