Band 
Erster Theil.
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Französisch-savoyischer Krieg.

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ohne Schwertstreich, während Rosny den Schlüssel der Maurienne,das für uneinnehmbar gehaltene Fort Charbonniere nach vierzehn-tägiger Beschießung nahm (2. September). Lesdiguieres eroberteSt. Jean de Maurienne und dann alle anderen Plätze des Arc-thales bis zum Mont Cenis. Von da ging er in die Tarentaiseüber, besetzte Moustiers, die Hauptstadt dieses Distriktes, und danndessen übrige Festungen. So blieb dem Herzog in dem eigentlichenSavoyen nichts mehr außer der Citadelle von Montmelian.

Karl Emanuel that indessen, als ob diese Ereignisse nicht inseinem eigenen Lande, sondern im Monde vorgingen; die Nachrichtvon dem Einzüge des Königs in Chambery traf ihn gerade beimTanze: er unterbrach denselben deshalb nicht. Seine Vertrautenäußerten, wenn der König Städte in Savoyen genommen hätte,so würde der Herzog schon andere in Frankreich nehmen, und zwarbessere.') Das Augenmerk des Herzogs war nämlich hierbei aufseine Freunde in Frankreich gerichtet, von denen er binnen kurzemthätige Hülfe erwartete.

In der That waren die Unzufriedenheit, das Mißwollen, derheimliche Grimm Biron's jetzt zur wahren Verzweiflung gediehen.Zuerst war er empört, daß der König ihm nicht den Oberbefehlüber die Operationsarmee in Savoyen, dem Herzen des feindlichenLandes, übertragen, sondern ihn nach der entlegeneren Bresse ge-schickt hatte, von wo aus der Verkehr zwischen ihm und dem Herzogeviel schwieriger war. Noch mehr aber ergrimmte er, als der König,der von seinen Umtrieben etwas ahnte, seine Bitte, ihm die Cita-delle von Bourg nach deren Eroberung zu überlassen, entschiedenzurückwies. Jetzt kannte der Marschall keine Grenzen mehr fürseinen Groll. Zuerst machte er einen Anschlag auf das Leben oderwenigstens die Freiheit Rosny's, den er für seinen Hauptgegnerhielt; er gab dem Herzoge von Savoyen Nachricht, wie und woman den Großmeister der Artillerie überraschen könne, und nur

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