Fmnzöfisch-savoyischer Krieg.
117
Lyon, wo die Verhandlungen zuletzt stattgefunden hatten, der Friedezwischen Frankreich und Savoyen unter folgenden Bedingungenunterzeichnet?) Bresse, Bugey, Valromey, Gex und Chateau-Dauphin wurden vom Herzoge an den König übertragen; nur dieNhonebrücke von Gressin mit den anliegenden Dörfern blieb demHerzog zur Verbindung zwischen Italien und der Franche-Comteund den Niederlanden, doch durfte der Herzog auf jenem Territoriumkein Fort bauen und keinen Zoll erheben. Ferner schleifte der Her-zog Beche-Dauphin und zahlte 100,000 Ecus. Dafür trat der Kö-nig an den Herzog ab die Markgrafschaft Saluzzo und die proven-zalischen Festungen Cental, Mons und Espervieres und gab ihmalle eroberten Plätze zurück. Die Kriegsgefangenen wurden beider-seitig freigelassen. Die Ratifikation sollte binnen einem Monaterfolgen.
Indeß, noch waren die Schwierigkeiten nicht beseitigt: so schnellwar Karl Emanuel nicht zur Ratifizirung eines Vertrages zu be-wegen, dessen ungünstige Bedingungen ihn in Wuth versetzten. Durchneue Verhandlungen mit Biron und Fuentes war die Hoffnung, inFrankreich Unheil zu stiften, wieder in ihm erwacht. Außerdemhatte er mit Hülfe der Spanier allmählich fein Heer auf mehr als50,000 Mann verstärkt?) Der König wartete seinen Entschlußnicht ab, sondern kehrte am 21. Januars nach Paris zurück,während der Connetable Montmoreney und Lesdiguieres mit denTruppen noch um Lyon stehen blieben, um in jedem Augenblickezur Wiederaufnahme der Feindseligkeiten bereit zu fein. In derThat waren diese Vorsichtsmaßregeln sehr nothwendig. Biron for-
y Er besteht aus 24 Artikeln; Nuttlüsn, II. 10 II tk.
2 ) Lulnees, List. wilit. änktsmont, III. 43 Note 1: 6000 Piem., 6000Sav., 15,000 Milizen, 4500 Schweizer, 3000 Reiter; dazu an span. HülfS-truppen 2000 Reiter, 4000 Spanier, 6000 Neap., 5000 Lombarden; zusammen51,500 Mann.
3) A8. lonrnal clu än (Nan. trs>n§. karis vol. 4020),
p. 48