Amnzösisch-siivoyischcr Ärikg.
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den das ursprüngliche Objekt des Streites, Saluzzo, auf, und außer-dem ließ er sich abermals aus Italien ausschließen^ dessen Beherr-schung also auch fernerhin den Spaniern unangefochten verbleibensollte. Man war deshalb in Frankreich über den Frieden sehr un-gehalten, und Viele sagten, der König habe denselben geschlossen,wie ein Herzog, und der Herzog, wie ein König.') Der einfluß-reichste unter den französischen Hugenotten, Du Plessis-Mornay,sprach nur die allgemeine Ansicht aus, wenn er dem König vor-stellte: „Unsere Ehre, Sire, verlangte, daß der Herzog uns das Ge-raubte zurückgebe, und unser Vortheil auch, da wir künftig, weilwir keinen Fuß breit Landes mehr in Italien besitzen, um dorteinzutreten, auf der Halbinsel nicht mehr angesehen sein werden."Der ebenso elegante wie gelehrte Schriftsteller Arnaud gab anonymmehrere „Lnvo^srmos" heraus, in denen er alle möglichen Gründegegen den Frieden mit Savoyen in's Feld führte. Besonders aberklagten die noch freien italienischen Staaten, die sich nun ganz derspanischen Willkür überliefert glaubten. Der König, so sprachen siesich aus, habe sie schmählich in Stich gelassen; besonders ungehaltenwar der Großherzog von Toskana, der sich in letzter Zeit ganz ent-schieden französisch gezeigt hatte und nun die Rache der Spanierfürchtete. 2) Sie hatten nicht ganz Unrecht; Heinrich hatte durch die-sen Frieden scheinbar die Politik Karl's VIII., Ludwig's XII. undFranz' I. nun definitiv ausgegeben, einstweilen auf wirksamen Ein-fluß in Italien verzichtet. Aber aus der anderen Seite waren dieVortheile des lyoner Vertrages für Heinrich so groß, daß er den-selben dennoch als einen gewinnreichen ansehen konnte. Der Ein-tausch der Dresse für Saluzzo war gewiß ein sehr günstiger; dennwährend dieses nur ungefähr 25,000 Einwohner enthielt, hatte jene
0 Dep. Marina Cavalli's an den venezianischen Senat, vom 25. Jan.1601 sBarorri s Lerctiet, II., I. 2 I.). — LlatOrisn, II. 19 L.
2) Dep. Fresnes-Canaye's. — Nattdisn, II. 2 tk. — Vie äa I)n klsssis-Llornax (Lcvdcn, Elzevir, 1647), ß. 258.