Band 
Erster Theil.
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Zweites Kapitel.

Thaler — gekostet habe; aber noch mehr verschönt wurde dasselbedurch die plötzlich anlangende Kunde von der Einnahme Mont-melian's. Am 3. Dezember endlich zog die Königin in Lyon ein.Die ganze Stadt prangte im Festschmuck, sie war überall mit Tep-pichen und Gemälden geziert, Inschriften und Verse drückten in la-teinischer und französischer Sprache die Liebe, die Bewunderung unddie Glückwünsche der getreuen Einwohner für die junge Königin aus.Als dieselbe am Thore erschien, kamen ihr die Stände und fremdenNationen der Stadt entgegen und hielten in knieender Stellung Re-den an sie. Sie zog über die Brücke, über welche stets die Dau-phins die Stadt betraten, und man las an dem Triumphbogen, deran deren Eingang angebracht war, folgende Verse:

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Am 9. Dezember kam dann plötzlich der König, und acht Tagespäter der Legat Aldobrandini, welcher die Trauung noch einmalvollzog. Am 21. Januar 1601 reiste der König, am 22. seine Ge-mahlin mit der Post nach Paris ab. Der Einzug in diese Stadtgeschah am 9. Februar.

Der praktische Heinrich hatte übrigens die frohe Gelegenheitseiner Vermählung benutzt, um seinem durch den Krieg geschwächtenSchatze etwas aufzuhelfen. Denn er hatte von den bedeutenderenStädten seines Reiches eine angeblich freiwillige Heirathssteuer er-hoben: aber der Zorn, mit welchem er jedes Remonstriren gegendiese „freiwillige Steuer" aufnahm, zeigte deutlich, daß die gutenStädte in dem königlichen Wunsche einen Befehl sehen sollten?)Da nun die Kosten der Reise Maria's auch fast ausschließlich aufdie Städte und Privatpersonen gewälzt wurden, so hat offenbar der

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