Band 
Erster Theil.
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Drittes Kapitel.

des wichtigen Forts Leucate, Herr von Barn, hatte sich erboten, dasselbefür eine Geldsumme an Spanien zu überliefern. Don Clemens Co-loma wiederum hatte viele Freunde in Narbonne, so daß er hoffte, dieganze Bürgerschaft dieser Stadt für Spanien zu gewinnen. Zwar'rieth der Staatsrath in Madrid, diese Dinge nicht zu übereilen, damitnicht ein Bruch des Friedens mit Heinrich IV. veranlaßt werde, aberer wollte sie doch durch Versprechungen und Korrespondenz weiter ge-führt haben.') Während des savoyischen Krieges, wo jeden Augen-blick der Ausbruch des Kampfes auch zwischen Spanien und Frank-reich drohte, hatten diese Intriguen noch eine gewisse Berechtigung;jedoch auch nach dem Abschlüsse des Friedens von Lyon wurden siefortgesetzt. Man darf indeß nicht übersehen, daß die Spanier inden beständigen Unterstützungen, welche der französische König denHolländern gewährte, einen ziemlich gerechten Grund zur Entrüstungfanden. Wanderten nicht Jahr für Jahr Hunderttausende vollwich-tiger französischer Livres und Tausende erprobter französischer Sol-daten zu den „Rebellen der Inseln", als ob es nie einen Friedenvon Vervins gegeben hätte? Unaufhörlich führen hierüber die Spa-nier bittere Klage, man müsse rüsten, um solchen Uebermuth desBearners mit den Waffen zu züchtigen. H Aber die oft wiederholtenBeschwerden Tassis' bei Heinrich über diesen Punkt blieben ohne Er-folg. Er fand immer eine geschickte Erwiderung. Bald antworteteer durch Gegenklagen; bald behauptete er, das an die Holländer ge-schickte Geld mache nur die Rückzahlung früher erhaltener Anlehenaus, und was die französischen Regimenter in Holland anbetreffe,so hätten seine Unterthanen das Recht, zu gehen, wohin es ihnenbeliebe, und auch aus der spanischen Flotte dienten mehr als 500Franzosen; bald sagte er, der Erzherzog Albert habe eine Mengefranzösischer Freiwilligen zurückgewiesen, die nun zu den Rebellen

-) N8. Cons. v. 9. Dez. 1600; iviä.-) N8. Cons. v. 29. Mai 1601.