Ovpvsitionsregunsten in Frankreich.
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einzige weltliche Gewalt, die damals noch ein wirkliches Interesse ander Sache der Christenheit hatte, die sich noch aus freien Stücken,ohne zunächst bedroht.zu sein, gegen den immer stärker heransluthen-den Islam und das mächtige türkische Reich wendete, die nochdie europäische Civilisation gegen dieselben vertheidigte. So mußtenun auch Fuentes, da alle seine verrätherischen Unternehmungengegen die Feinde Gottes und des Königs gescheitert waren, diemächtige Expedition, die seit so langer Zeit vorbereitet war, gegendie Algerier abgehen lassen (Sommer 1601 ).
Im Anfange desselben Jahres war ein Franzose an den spani-schen Hof gekommen und hatte berichtet, wie leicht man sich derStadt Algier bemächtigen könne, wenn man nur im Monat Sep-tember dorthin käme, wo die Janitscharen zur Einbringung derErnte auf dem Lande seien und die übrigens schlechte Festung nurgering bewacht. Der fromme König Philipp ergriff diese Nachrichtmit großem Eifer, und so bildeten Lerma, seine Kreatur Franquezaund der Beichtvater ganz allein eine Staatsrathssitzung, in welcherselbstverständlich der Plan des Königs gebilligt wurde, da der Günst-ling dem Monarchen zu Gefallen sein, der Beichtvater aber der Re-ligion dienen wollte. Der spanische Admiral Fürst Doria wurdebeauftragt, in aller Schnelligkeit und im tiefsten Geheimniß einegroße Flotte zur Ueberraschung Algier's im September zusammenzu ziehen. Nur der Papst — wie bereits erzählt — der Groß-herzog von Toskana und der Großmeister von Malta, Alfred deVignacourt, wurden in das Geheimniß gezogen, um Unterstützungzu gewähren. — So lange wie möglich hatte Fuentes diese Flotteund die für sie bestimmte Bemannung — vielleicht mit Zustimmungder spanischen Minister — für seine geheimen Zwecke nutzbar zumachen gesucht. Endlich aber rückte die Jahreszeit heran, in welcherdie Expedition unternommen werden mußte, wenn sie Erfolg habensollte. In der Mitte des Monat Juli vereinigte die spanische Flottesich, achtzig Segel stark, in Neapel; außerdem waren auch einigepäpstliche, toskanische und savoyische Galeeren zu ihr gestoßen. Noch