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Drittes Kapitel.
Regierung stets ihre Mitwisserschaft an dem Plane geleugnet und selbstden Papst bewogen hat, sich dafür bei Heinrich zu verbürgen.') Indeßdies ist von geringem Gewicht, einmal weil der spanische Hos nichtanders konnte, als den Verdacht der Theilnahme an der Verschwörungzurückzuweisen; und zweitens weil Tassis auch die doch ganz unzweifel-hafte Betheiligung Fuentes' an der Angelegenheit in Abrede stellte.Heinrich IV. hat zwar, wenn es ihm paßte, selbst gesagt, der spa-nische König sei wohl unschuldig in der Sache;^) aber es war diesnur politische Berechnung, weil ihm damals ein Krieg mit Spaniennicht genehm war, privatim gegen seine Vertrauten äußerte er sichganz anders?) Daß bis zum Frieden von Lyon der König Phi-lipp selbst wirklich die Verschwörung begünstigt hatte, konnte schonfrüher nicht zweifelhaft sein; jetzt aber, nach Benutzung der Aus-sagen Lux' und Hebert's, ist es gewiß, daß er auch nach diesemFrieden derselben nicht fern stand. Zwar der Auftrag zu der Zu-sammenkunft in Dijon und die Absendung des Diamantfelsens anBiron dürften noch vor dem Bekanntwerden jenes Friedens in Spa-nien geschehen sein: dagegen die Berathung Philipp's mit seinemBeichtiger über die Frage, ob man sich mit den Hugenotten ver-binden solle, und die bejahende Entscheidung derselben, sowie dieSendung eines Agenten Biron's nach Spanien von seiner Reisenach Calais aus fallen sicher in die Zeit nach der völligen Aus-gleichung des Streites um Saluzzo. Es ist hierdurch bewiesen,daß Philipp sich von seinem Friedenseide nicht abhalten ließ,die Unruhen im Innern Frankreich's anzuschüren. Auch daß dieSpanier später den Sekretär Biron's in ihrem Lande mit der
') A8. Dep. Tassis' v. 26. Juni 1602, Instruktion an Tassis v. 10. Sept.1602; Arch. v. Sim., L 1605, 1451.
r) N8. Consulta des sp. Staatsr. v. 17. Aug. 1602; Arch. v. Sim.,L 1426.
N8. Dep. Tassis' v. II. Aug. — Hktr. wiss., V. 649.
') Eigene Briefe Heinrich's, 4,ettrss miss., V., 628 k., 637, 659, 669,693, 756, sie.