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nicht der Ackerbau allein beschäftigte die fleißigen Menisken. Dieberühmten Tuchwebereien von Murcia, die Seidenmanufakturen vonAlmeria und Granada, die Lederstickereien von Cordova, die Fabrikendes Baumwollenpapiers von Saliba wurden von ihnen betrieben.Nach der Austreibung der Juden waren die Handelsgeschäfte zumgrößten Theile in ihre Hände übergegangen. Sie waren ferner dieBankiers des Landes: Wittwen, Waisen, fromme Stiftungen ver-trauten ihnen gern ihr Geld an, da sie höhere Zinsen gaben, alsdie christlichen Händler.') So blühete der Wohlstand der Meniskenimmer lebhafter auf, aber nur um so tiefer fühlten sie den politischenund sozialen Druck, der aus ihnen lastete!
Die Morisken hatten, um sich aus dieser ihrer unglücklichenLage zu befreien, schon längst ihre Blicke nach auswärtiger Hülfeumhergesandt. So ist es unzweifelhaft, daß sie in geheimer Ver-bindung mit ihren Stammesbrüdern, den Berbern, und mit denTürken standen, daß sie dieselben mehrere Male ermunterten, einenAngriff auf Spanien zu machen, indem sie ihnen versprachen, sichmit ihnen zu verbinden und mit gesammter Macht sie bei der Er-oberung der Halbinsel zu unterstützen?) Besonders beschuldigte mandie Mauren von Valencia in dieser Hinsicht, weil die algerischenKorsaren vorzugsweise häufig in dieser Provinz landeten. Die Ent-deckung dieser verräterischen Verbindungen bildete dann die Ursacheund gab die Entschuldigung zu immer härterer und unerträglichererUnterdrückung der unglücklichen Mauren seitens der Spanier. Sostanden Druck und Verrath in beständiger, verderblicher, sich gegen-seitig immer mehr steigernder Wechselwirkung.
Da die Morisken aus den Seezügen ihrer Stammes- und Glau-bensgenossen keinen andern Vortheil zogen, als sich an einzelnenihrer Peiniger gerächt zu sehen, so entwarfen sie einen neuen, weit
') Vsiss. I. 812 L
Havila, 139 1. — Xuärea Noroslni, Uistoria Vsneta, PLI'8 IV. lib.XVI. pLS. 616 (sä. Vened. 1623): unter dem Jahre 1599.
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