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Quellen zur Geschichte
man über ihn vor den König bringe, beizutragen. Nichts ermächtigt uns, diesenBrief für gefälscht zu halten, der im Gegentheile sehr wohl, dem Sinne und demWortlaute nach, zu dem sonstigen Benehmen Biron's zu jener Zeit paßt. Auchempfiehlt Biron bei seinem Tode seine Bruder gerade Rosny x. 200).
Dann wird uns erzählt (elmp. 103), wie der König schon vor Calais vonBiron's Umtrieben unterrichtet wurde; wie er Biron durch Wohlthaten zu ge-winnen suchte. Hierauf folgt eine weitläufige Erzählung von UnterredungenBiron's mit Rosny; Biron beklagt sich über den König, Rosny sucht ihn zuwiderlegen und ermähnt ihn zu Ruhe und Mäßigung. In diesen Gesprächenist, so zu sagen, die poetische Wahrheit vorhanden, ob aber'auch die historische,möchte ich nach den vielen sonstigen Beispielen von Sully's Neigung, seine Per-sönlichkeit in den Vordergrund zu schieben, und nach der völligen Resultatlosigkeitdieser Gespräche bezweifeln: in der Darstellung habe ich sie deshalb unberück-sichtigt gelassen. Die Sendung Biron's nach England, die Rede Elisabeth's beidem Anblick von Esser' Kopf, die weitere Sendung des Marschalls nach derSchweiz sind kurz, erzählt. Bei seinem Berichte über das Jahr 1602 sprichtSully von den neuen Umtrieben Biron's zusammen mit Bouillon und Auvergne,von deren Enthüllung durch La Fin und von des Königs Reise nach dein Südwesten.Diese wird noch einmal (ein 109) ausführlicher berichtet in ihren Veranlassungen,ihren: Verlaufe und ihren Folgen. Bouillon und Epernon werden unschädlichgemacht, natürlich durch die Geschicklichkeit Rosny's. Die Ankunft Biron's amHofe, des Königs Versuche ihn zu retten, Rosny's und Soissons' Bemühungenin demselben Sinne, Biron's und Auvergne's Verhaftung und des Ersteren Hin-richtung, die Gnade des Königs gegen die übrigen Verschworenen (cd. 110)werden weitläufig und im ganzen richtig geschildert. Es sind nur einzelnePassagen, Rosny's Person betreffend, die wir aus den mehrfach erwähntensubjektiven Gründen für mindestens zweifelhaft erachten müssen, und die ich des-halb in die Erzählung nicht mit aufgenommen habe. Freilich haben wir keinekonkludenten Gegenbeweise, aber da sie weder wesentlich für die Entwickelung derEreignisse noch durch Dokumente belegt sind, lassen wir dieselben lieber unberück-sichtigt. Es bleibt noch genug übrig, um — nach den Akten selbst und denaktenmäßigen Darstellungen Thou's, Cayet's und Matthieu's — den Bericht derOeeonomis8 ro^alss als den dann wichtigsten erscheinen zu lassen. Von einerbesonderen Feindseligkeit gegen Biron, die man damals Rosny zuschrieb, ist inder Darstellung keine Spur, wenn auch Sully gebührender Maßen die Verräthereides Marschalls und seiner Helfershelfer tadelt: im Gegentheile aber haben wirgesehen, daß Biron bis zu seinem Tode gerade ihn für seinen besonderen Freund hielt.
5. Heeit partionlisr st vsritabls ein ?roes8 eriminel äs Nr. äs Liron;oomposs par Nessirs äaegnes äs Is (lussls, ?roeursur General äu Roz' (ab-gedruckt in dem Bd. I der Iwttr. st amb. äs I'resuss-Lg.naxs). Dieser Berichtist keineswegs, wie sein Verfasser und sein Titel vermuthen lassen sollten, eineunparteiische und aktenmäßige Darstellung des Prozesses. Vielmehr ist er, wieder Autor (x. 14 8.) selbst sagt, nur gegen die Verläumdungen der Feinde desKönigs gerichtet, die in der Hinrichtung Biron's nur einen Akt PersönlicherRache und Eifersucht des Monarchen oder doch seiner Minister sahen. DiesemZwecke entsprechend ist die Erzählung überall eine lebhaft gefärbte, eine Apologie