Spaniens innere Zustände.
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als fünfzig Meilen vorn Meere liegt, und verkauften es dann nochmit hundert Prozent Nutzen in Asturien. Und unmittelbar andieses letztere Land grenzte ein ausgedehnter Getreidedistrikt, der inseinem eigenen Ueberfluß erstickte!
Nur im Nordosten sah es etwas besser aus.-Die Navarresenund die Bewohner der baskischen Provinzen, die am wenigstenspanischen unter den Spaniern , hatten ihrer kräftigen und unter-nehmenden Natur gemäß die Erbauung von Landstraßen auf ihreFaust und eigene Kosten begonnen; besonders Alava war vonzahlreichen Kunststraßen durchzogen. Indeß dem allgemeinen öko-nomischen und Zoll-Systeme dieser Provinzen entsprechend gingdie Richtung dieser Wege weniger nach dem Innern Spanien's alsauf Frankreich zu.
Noch schlimmer als mit den Landstraßen stand es mit demVerkehre zu Wasser. Die schiffbaren Flüsse versandeten rettungslos.Die großen Ströme waren nur wenige Meilen oberhalb ihrerMündung schiffbar; die kleinern gar nicht, sondern waren imWinter verheerende Gießbäche, im Sommer ganz ausgetrocknet.Im Beginne des siebzehnten Jahrhunderts war der Guadalquivirderart versandet, daß die Schifffahrt zwischen Sevilla und Cor-dova, zwei der wichtigsten Städte Spaniens, nicht mehr möglichwar! Wo man schon die natürlichen Wasserstraßen dergestalt ver-nachlässigte, sorgte man begreiflicher Weise für künstliche noch vielweniger. Es gab damals in ganz Spanien noch keinen Schiff-fahrtskanal. Vorschläge und Pläne waren dazu häufig genug ge-macht worden; aber zur Ausführung war es niemals gekommen!')
Und hier ist noch die Unsicherheit im Innern des spanischenReiches zu erwähnen, trotz seiner unzähligen Korregidoren undAlkaldcn, Alguazils und Dienern der heiligen Hermandad'. Auchhier bewährten die Spanier ihre Kunst, mit vielen Mitteln wenigzu leisten. Besonders die nach den Friedensschlüssen entlassenen
') Itlloa, kestsblieiwislito. I. 70—90; II. 182.—OoveÜLnos, psssim.