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Drittes Kapitel.
de la Force, mit der Vollmacht, durch Güte oder Gewalt alle auf-ständischen Regungen der dortigen Hugenotten niederzuhalten.')
Der Herzog von Bouillon, im Voraus von der Reise Cau-martin's benachrichtigt, stand vor der überaus wichtigen Ent-scheidung, welchen Weg er einschlagen solle? Drei Möglichkeitenlagen vor ihm: entweder er gehorchte dieses Mal der königlichenAufforderung und begab sich nach Paris; oder er rief seine Freundeund Glaubensgenossen auf, mit den Waffen für seine Sache ein-zustehen; oder endlich er entzog sich der Gefahr durch die Flucht.Den ersten Weg zu betreten, litten jetzt sein Stolz und zugleichdie Sorge für seine Sicherheit noch viel weniger, als früher.Der zweite Weg war ein überaus gefährlicher und, wie die Dingeeinmal lagen, ziemlich aussichtsloser. Der Herzog mußte sich nurzu deutlich der schroffen Abweisung erinnern, die ihm von Seitendes hugenottischen Generalraths zu Theil geworden, als er dem-selben seine hochverrätherischen Pläne offenbart hatte?) So bliebnur die dritte Eventualität übrig: die Flucht in das Ausland. Freiliches war die in vieler Beziehung persönlich unangenehmste. DerHerzog kam dann als ein armer Vertriebener zu seinen Freunden,um bei deren Gnade Aufnahme und Unterhalt zu suchen. Ge-währten sie ihm diese, so setzten sie sich dadurch der Feindschaft,vielleicht sogar thätlichen Angriffen von Seiten des französischenKönigs aus. Der Herzog mußte also fürchten, überall bei seinenFreunden Kälte, ja Zurückweisung zu finden! Aber es blieb ihmkein anderer Ausweg übrig aus der Sackgasse, in die er sich nuneinmal verrannt hatte.
Also die Abreise nach Deutschland beschloß der Herzog, undnun mußte er dieselbe so schnell wie möglich antreten. Er durftedie Ankunft Caumartin's nicht abwarten, um nicht durch Nicht-
') Memoir Aerssen'ö vom 13. April, x. 395.— Jnstructisn an Beaumont,24. Dezember 1602; 1.. Ll. V. 726. — Nein. äs In 1'oree I. 157; Oorresx.345 1'.
-) Theil I. S. 201 ff.