Feste Begründung des Königthums in Frankreich.
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ungeachtet aller üblen Vorahnungen schickte sich La Tremoille zuderselben an. Aber die beständigen Aufregungen, die fortwährendeSeelenangst waren zu stark für seinen siechen Körper. Noch inThouars wurde er krank, und starb nach wenigen Tagen in denArmen seines schnell herbeigeeilt»: Freundes Du Plessis (20. Okt.1604).') Der König hatte für seinen alten Freund und Waffen-bruder nur die kalten Worte: „Ich sehe, daß die Partei- und„Händelsüchtigen seiner Religion bekümmerter wegen seines Todes„sind, als die Guten". ^) Unter den Händelsüchtigen war vorallen der wackere Du Plessis verstanden. Ohne Zweifel warHeinrich froh, so der zwei bedeutendsten reformirten Herren —Bouillon's und Tremoille's — entledigt zu sein.
Dieses Verfahren des Königs reizte die Heftigern und Ent-zündbarem unter den Hugenotten immer mehr, und die Besonnener::mußten oft viel Mühe verwenden, um sie zurückzuhalten. Zuderselben Zeit aber nahm der König ihre schlimmsten Feinde zuGnaden an.
Im Jahre 1595 waren in Folge des Mordversuches des JeanChastel auf den König, in den mehrere Jesuiten verwickelt ge-wesen, sämmtliche Jesuiten durch Beschluß des Königs und desParlamentes aus Frankreich auf ewige Zeiten verbannt worden.Auf der Pyramide, die man an Stelle von Chastel's nieder-gerissenem Hause erbaut hatte, war auch des Antheiles der Je-suiten an dem Komplott in einer für den ganzen Orden sehrkränkenden Weise gedacht. Seitdem nun die Jesuiten sahen, daßder König vor allem suchte, sich als eifrig katholischer Monarchzu erweisen und besonders auch sich mit dem Papste gut zu stellen,faßten sie die Hoffnung, durch Heinrich IV. selbst wieder in Frank-reich eingeführt zu werden. Ihrer Gewohnheit gemäß sahen siesich erst in der Umgebung des Monarchen nach einem Manne um,
') Usw. äs Da klsWis, 300 L — Osc. Itox. eil. OXD. x. 572. ü'. —4i. VI. VI. 308 I. — Dsttres äs Du DIessis äspuis 1600, I. 68 tk.r) Heinrich IV. an Joyeuse, 5. Nov. 1604; D. VI. VI. 329.