Band 
Zweiter Theil.
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Feste Begründung des Königthums in Frankreich.

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Jesu durchgesetzt werde, und so erließ wirklich Heinrich au dieBürger dieser Stadt ein sehr dringendes Mandat, die Jesuitenohne Zögern aufzunehmen. Selbst in das bisher so strengprotestantische Bearn wurden im Jahre 1608 die Jesuiten ein-geführt. ')

Ohne jede Schwierigkeit erlangten die Jesuiten nun auch dieNiederreißung der Pyramide, die zu ihrer Schande aufgerichtetwar. Der König wollte das Parlament veranlassen, selbst denBefehl zur Niederreißung des Denkmals, das gerade auf Verord-nung des hohen Gerichtshofes aufgestellt worden war, zu ertheilen;aber zu dieser Selbstdemüthigung war die Körperschaft nicht zubewegen. So wurde die Pyramide auf einfache königliche Ordrehin entfernt/ -— Dem Vater Cotton bot Heinrich sogar ein Bis-thum an, das dieser jedoch ablehnte, theils um nicht den Neid.gegen den Orden zu verstärken, theils wohl auch, um nicht dieeinflußreiche Stellung eines königlichen Beichtvaters aufgeben zumüssen.

Die Begünstigung der Jesuiten durch den König lockte dannandere Orden nach Paris, und bald füllte sich die Stadt mit neuerrichteten Klöstern der verschiedensten Regeln. Heinrich IV. hatteaber die Genugthuung, von Seiten des Papstes und der übrigenKirchenfesten die herzlichsten Glückwünsche ob der glänzenden Be-weise seiner treuen kirchlichen Gesinnung zu erhalten. Alle inFrankreich bestehenden Mönchsorden wurden von dieser großen Be-wegung erfaßt. Erwähnt sei hier nur die allerdings in ihrenFolgen der Wissenschaft sehr ersprießliche Reformation des Be-nediktinerordens, begonnen durch eine Bulle Klemens VIII. vorn7. April 1604. Auch in den Frauenklöstern begann eine ge-steigerte Religiosität sich geltend zu machen. Die Nonnen triebenso strenge Bußübungen, daß viele von ihnen darüber starben; der

') 27. Febr., 7. März 1605; 15sttr. iniss. VI. 354 1. 366. — Leuoist,Rist. äs l'üäit äs Mutes, I. 455.