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Drittes Kapitel.
Trotzdem ruhten die Unterhandlungen keinen Augenblick.Du Maurier und der Marquis de la Vieuville gingen hin undwieder zwischen dem königlichen Lager und Sedan. Der cham-pagnische Edelmann Nettancourt, ein Hugenott, strengte alle Kräftean, um einen Vergleich zu Stande zu bringen. Auch Aerssen,der holländische Resident in Paris, der gerade eine Reise vonParis nach dem Haag gemacht hatte, nahm seinen Rückweg überSedan und gab dem Herzoge den dringenden Rath, sich der Gnadedes Königs zu unterwerfen. So lange Heinrich noch fern war,verharrte Bouillon, in dem Glauben, der König werde es so baldnicht wagen, ihn anzugreifen, fest bei dem wiederholt geäußertenVorsatz, Herr von Sedan zu bleiben, und fing an, unter derHand in Frankreich und Deutschland Aushebungen von Soldatenzu veranstalten. Aber als die königliche Armee sofort nach derFeier des Osterfestes eiligst gegen Sedan heranzog und Heinrichselbst schon am 28. März in Donchery bei Sedan anlangte; alsauch Sully mit seiner Artillerie bereits in Suippes in der Cham-pagne angekommen war: begann Bouillon, das Unnütze und Ge-fährliche jedes weitem Widerstandes einzusehen und sogleich seinganzes Benehmen zu ändern.
Plötzlich erschien Aerssen im königlichen Lager und kündigtean, daß Bouillon mit dem Hern von Villeroy zu unterhandelnbegehre (28. März). Der Herzog konnte hiermit nur ein Ver-sprechen baldiger Unterwerfung geben, sonst würde er nicht geradeden ersten Beamten Heinrich's für auswärtige Angelegenheitenverlangt haben. Nach kurzen Verhandlungen zwischen Bouillonvon der einen, Villeroy und d'Jnteville auf der andern Seite,theils in Torcy, dem letzten französischen Grenzdorfe nach Sedanzu, theils im Schlosse von Sedan selbst geführt, einigte man sichvollkommen (31. März). Auch dem Könige war viel daran ge-
25. Jan., 3. Febr.; Llem. I. 6-nrssx. 423 1. — Norcnrs frans. I. 74 b. 11.— 8uj»kb L I'blst. 395. — Oeo. ro)'. eb. 61,IX. p. 134 11. — Onvre, Lu-bsr)- äu Nanrier, 125 il 325 L