Fninkreich's innere Zustande unter der Regierung Heinrichs IV.
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Arriege in denselben leitete. Die Breite des Kanals wurde aufsechszig, die Tiefe auf sechs Fuß Wasser bestimmt: so sollte erSchiffe von tausend Zentnern zu tragen im Stande sein. DieGesammtkosten schlug Joyeuse nur aus 600,000 Ecus (etwa3,900,000 Thaler nach jetzigem Geldwerthe), die Dauer der Arbeits-zeit nur aus 21 Monate an. Dieses großartige Werk, welchesjetzt, ausgeführt, den Namen Laiml äu Mäi trägt, damals aberals Ouiml äs ImnZueä'oo projektirt wurde, ist zu Heinrich's Leb-zeiten nicht mehr begonnen worden.
Für andere Sektionen wurden gleichfalls Vorarbeiten gemacht:so für den Kanal des Charolais, der von dem Arroux, einemNebenflüsse der Loire, nach Chalons-sur-Seine gehen sollte, wieman dies in den Jahren 1783 bis 1793 auch ausgeführt hat;und für den Kanal von Burgund, der von dem Armanden,einem Seitenslusse der Nonne, bei Dijon in die Ouche, einenSeitenfluß der Saone, geleitet werden sollte.') Indeß mannig-fache andere Angelegenheiten, besonders aber der frühe Tod desKönigs und die bald darauf folgende Verabschiedung des Ministers— des Herzogs von Sully — ließen es nicht einmal zum Be-ginne der Ausführung kommen. —
Der König begnügte sich nicht damit, seinem Volke Straßenzu Lande und zu Wasser zu schaffen, er sorgte auch dafür,daß jenem auf denselben genügende Transportmittel zu Gebotestünden. Die Reisevorkehrungen waren damals noch auf einemrecht ursprünglichen Stande. Männer pflegten ihre Reisenzu Pferde zu machen, Damen sich in Sänften tragen zu lassen.Wer zu jenem nicht kräftig oder zu beidem nicht bemittelt genugwar, sah sich auf zwei Arten von Reisegelegenheiten angewiesen:auf die königlichen Posten und die öffentlichen Kutschen. Jenebeförderten außer den Regierungsdepefchen auch Privatbriefe, Rei-sende und endlich Waaren ganz geringen Umfanges; aber sie
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