Band 
Zweiter Theil.
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Fr.iiikreich's innere Zustände unter der Regierung Heinrich's IV.

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der ihm die mangelnden Kenntnisse ersetzen mußte, erkannteHeinrich, einen wie großen Nutzen, zumal unter den Verhältnissender damaligen Zeit, Kolonien dem Handel seines Landes1 bringen mußten. Sein Verdienst ist um so größer, als er hierbei

auf den entschiedenen Widerspruch seines Ministers, Sully, stieß,der überall, wo es sich nicht um das Alterprobte und dabei augen-blicklich Praktische handelte, völlig unzulänglich wurde, dem jedesVerständniß für alles weiter Entlegene, für jede kühne Neuerungabging; und namentlich in Bezug auf Kanada meinte er, manwürde niemals großen Nutzen aus Gegenden ziehen, die über denvierzigsten Breitegrad hinaus lägen.')

Ganz Westeuropa war damals in Bewegung, um in die vonden Portugiesen und Spaniern eröffnete Bahn der Entdeckungenund fernen Eroberungen mit einzutreten. In Holland, in Eng-land entstanden privilegirte West- und ostindische Handelsgesell-schaften. Die Engländer suchten die nördliche Durchfahrt nachAsien an den amerikanischen, die Holländer die nach Amerika an^ den asiatischen Küsten. Am 13. März 1607 wurde die erste

englische Niederlassung in Nordamerika, Jamestown in Virginien,gegründet?) Die Holländer zogen es inzwischen vor, den Spa-niern ihre ostindischen Besitzungen zu entreißen. Da wollten auchdie Franzosen ihren Antheil an den Eroberungen in den neu-entdeckten Gegenden haben; kühner Trieb nach der Ferne und demUnbekannten, Gewinnsucht, Nationalgeist hatten daran gleicher-maßen Antheil.

Der König, wie gesagt, ging mit vollem Eifer auf dieseBewegung ein, die er auf alle Erdtheile zu leiten suchte. ImJuni 1604 begründete er eine Gesellschaft für den ostindischen, Handel. Sie erhielt auf fünfzehn Jahre das Monopol des

Verkehrs mit Ostindien; aber mit der Weite und Freiheit der

v. 6!» 1

2) Heuinrrnn, Geschichte der Vereinigten Staaten, 1. (Berlin 1803), 10.