Frankreich's innere Zustande unter der Regierung Heinrich's IV.
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ließ sich bei den zahlreichen innern und äußern Verwickelungennicht beibehalten. Zu den vier Regimentern französischer National-Jnfanterie, die hauptsächlich zur Besetzung von Paris und derGrenzstädte verwandt worden waren,') kamen bei Gelegenheit derBiron'schen Verschwörung dauernd noch zwei neue Regimenter.Aber das war auch die ganze Verstärkung, welche die Armeeerfuhr. An Kavallerie betrug der Stand nur vier Kompagnienleichter Reiter — die übrigens zum Schutze auch Brustpanzerund Sturmhauben, sonst Degen und Pistolen trugen —") undeine wechselnde Anzahl von Gensd'armes-Kompagnien, wohl niemehr als sieben. Außerdem blieben während Heinrich's gestimmterRegierung die beiden französischen Infanterie-Regimenter undbeiden Reiter-Kompagnien in Holland bestehen. Ferner wurdenbis kurze Zeit vor seinem Tode zwei Schweizer-Regimenter besoldet.Rechnet man dazu die wenigen Hunderte von den am Hofe Dienstthuenden Schweizern und Gardes-du-Corps, so bat man die ge-stimmte Kriegsmacht — nicht über 20,000 Mann — welcheHeinrich in gewöhnlichen Zeiten unterhielt.
Nur durch diese geringe Zahl stehender Truppen wurde esdem Könige ermöglicht, seinen Finanzen so aufzuhelfen, wie er esgethan hat. Während Spanien seine letzten pekuniären Kräfte ingroßen stehenden Armeen verzehrte, hielt Heinrich es für vorlheil-haster, einerseits das Geld, andrerseits die Waffen und Vorrätheanzuhäufen, um sich stets binnen kurzem ein bedeutendes Heerbeschaffen zu können. Und hier stand ihm Sully's bewunderungs-würdiges Verwaltungstalent zur Seite, das in der That dieMilitär-Administration auf das trefflichste einrichtete.
Vor allem kam es daraus an, in den Arsenalen ein beträcht-
') ?. Unttlrien, I. 74 d. — Es waren die Regimenter Piemont, Cham-pagne, Navarra und Picardie, die sogenannten alten Regimenter; OiAuet,Oist. militairs «Is In (Paris 1849), I. 207.
0 Hslnr. äi ^nZ. Lnäosr, 89.
LI8. Lstnt Asnsrnl äes künnnees (Brüssel).