Erstes Kapitel.
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die Städte, welche die Lasten desselben abzuwerfen gewohnt waren,sich hier und da gegen die neu gegründete absolutistische Monarchieerhoben, ja zum Theile mit dem äußeren Feind gegen sie in einBündniß traten: währt die vorbereitende Periode von Hein-richs IV. äußerer Politik. Er begnügt sich damit, die gegen ihngeführten Streiche abzuwehren, aller Orten seine diplomatischenIntriguen einzufädeln, die Gegner der Habsburger anzustacheln,denselben unter der Hand einen vorsichtig abgemessenen Beistandzu gewähren. Wenn er einmal zu den Waffen greift, so ist esnur wider einen schwachen Feind, der in der That Frankreich eineihm rechtmäßig gebührende Provinz vorenthielt, nirgends aber trittFrankreich entschieden und bestimmend in den Vordergrund derEreignisse. Hier weiß Heinrich in bewundernswerther Weise seinungestüm und seurig veranlagtes Temperament in den Schrankenausdauernder und umsichtiger Geduld festzuhalten. Dieser lebhaftesanguinische Mann zeigt die klarste und kühlste Besonnenheit inder Abschätzung der Verhältnisse, in der allmählichen Ausführungseiner Entwürfe, bei der er mit planmäßiger Langsamkeit undruhiger Beharrlichkeit zu Wege geht.
Diese vorbereitende Periode von Heinrich's IV. Politik ver-suchten wir im ersten Theile dieses Werkes zu schildern und dar-zuthun, wie das unruhige, anspruchsvolle und doch energielose Ver-fahren Spanien's ihm überall in die Hände arbeitete.
Bei den zahlreichen und eigenthümlichen Schwierigkeiten, dieHeinrich von allen Seiten umgaben, war eine solche bedächtig ab-wägende und vorschreitende Methode gewiß kühnen schnellen Schlä-gen vorzuziehen gewesen, die alle bisherigen Ergebnisse seiner Be-strebungen auf Einen Würfel gesetzt und im Falle des MißlingensFrankreich in die grauenvolle innere Zerrüttung zurückgeworfenhaben würden, aus der Heinrich's geschickte und zugleich feste Handdasselbe soeben erst gezogen hatte.
Und hier schien es mir am Platze, im Einzelnen nachzuweisen,wie Heinrich die durch den Bürgerkrieg seinem Lande geschlagenen