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Erstes Kapitel.
der Christenheit selbst die Vermittelung des Streites zu übernehmen,um den französischen Bemühungen keinen Raum zu lassen.Andrerseits erboten sie sich, dem Papste aus ihren Veteraneu-Negimentern so viele Leute zu liefern, wie er brauche: so hofftensie den Krieg zu führen, unter dem Namen und mit dem Geldedes Papstes. Damit sie desto ungestörter ihre Absichten auf derHalbinsel durchführen konnten, suchten sie den Papst zu bestimmen,daß er von Heinrich IV. einen Verzicht auf jede Einmischung zuGunsten der Venetianer verlange. In der That brachten sie es,unterstützt durch die Kardinäle Sauli, von Como, Aringoni u. a.,dahin, daß Paul V. mißtrauisch gegen den französischen Monarchenwurde und endlich dessen Vermittelungsvorschläge, wenn auch mitfreundlichen und anerkennenden Worten, vollständig ablehnte(19. Mai).
Aber Heinrich ließ sich nicht entmuthigen. Ende Juni schritter von neuem in Venedig und Rom zugleich ein, und dieses Malhatte er wenigstens in Venedig sofort günstigen Erfolg. Am14. Juli sprach der Senat seine Wünsche dahin aus, daß geradeder Allerchristlichste König die Vermittelung zwischen der Republikund dem Papste übernehmen möge.')
Damit hatte die französische Politik bereits einen bedeutendenSchritt vorwärts gethan; da Venedig den französischen Monarchengeradezu als Schiedsrichter bezeichnete, vermochte auch der Papstihn nicht mehr als solchen zurückzuweisen.
Die Spanier selbst ließen dem König die Gerechtigkeit wider-fahren, daß er alles thue, um den Zwist beizulegen. Alincourtwar in beständiger Bewegung, indem er theils Audienzen bei demheil. Vater nahm, theils unablässig Kuriere nach Paris und Venedigabschickte?) Freilich waren diese Bemühungen der französischen
') Dep. du Pcrron's v. 30. Mai, 27. Juni; p. 895 fs. 902 17. —Heinrich IV. an den Papst, 20. Juni; I.ettr. miss. VI. 625 II- — Lornet 119.
2) Kls. Dep. Jrraraga's (span. Geschäftsträgers in Paris) v. 8. Juli;Paris, Nationalarchiv, X-1460. — dls. Dep. OrtcmLcrg's v. 15. Juli; Brüssel.