Band 
Dritter Theil.
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lässigkeit spanischer Hülfe etwas wahrscheinlicher zn machen. Sogcrieth derselbe abermals in gereizte, kriegerische Stimmung. Inden ersten Tagen des September bildete er eine „Kongregationdes Krieges", die nicht weniger durch diesen ungewohnten und fürdie Kurie unpassenden Titel, als durch die Art ihrer Zusammen-setzung auffiel, indem ihre dreizehn Mitglieder zwar weder Fran-zosen noch Spanier, wohl aber sämmtlich durch ihre Vorliebe fürSpanien hervorstechende italienische Kardinäle waren. Ein anderesbedeutsames Zeichen war, daß am I I. September der Papst plötzlichohne jede vorherige Ankündigung acht neue Kardinäle ernannte,von denen sechs offen zur Krone Spanien hinneigten. Fernerwurden bei der Neubesetzung der Legatenposten im nördlichenKirchenstaate nur Anhänger Spanien's ausgewählt; und endlichwar der neue für dieses Land bestimmte Nuntius, Msgr. Melino,als ein treuer Diener des katholischen Königs bekannt. Man hieltdemgemäß in Rom den Krieg für unvermeidlich; schon liefen dortdie abenteuerlichsten Gerüchte um. st

In dieser Stimmung langte in Rom über Paris das Er-gebniß der französischen Vermittlungsversuche in Venedig an; esdiente nur dazu den Zorn des Papstes zn erhöhen. Abgesehen vonder Hartnäckigkeit der Venezianer fühlte er sich auch darüber tiefbeleidigt, daß der König von Frankreich sich erlaubt habe, zn demvon ihm ausgegangenen Vorschlage eigenmächtig Zusätze und Be-schränkungen zn machen. Als Alineourt und Du Perron überdiesen Gegenstand eine Audienz bei Paul V. hatten (2l. Sept.),fanden sie denselben völlig unzugänglich. Er sagte ihnen geradeheraus: wenn der König nur ernst und nachdrücklich mit den Vene-tianern rede, so würden sie zweifellos weichen, das wisse er sicher. Erzeigte sich entrüstet, daß die Venctianer weder die Initiative nehmenwollten, um die Suspension oder Aufhebung des Ediktes zn be-

st kls. Dcp. OrtembcrPü v. 16. Sept. — Kard. Delfin an Contcmni,Rom, 28. Scpt.; Ornet 327 1. — Ladcern, 30. Sept., p. 201.