Venedig und Gmubimden.
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suchten durch unaufrichtige Mittel den heil. Vater an sich zufesseln und kleinlichen Nutzen aus dem fremden Streite zu ziehen.Während die spanische Regierung, der König selbst und allmählichauch der Herzog von Lerma zum Frieden neigten — letztererfürchtete im Falle eines Krieges die reichen Geschenke auf Kostendes spanischen Staatsschatzes einzubüßen und selbst seine maß-gebende Stellung an hervorragende Militärs zu verlieren: erklärtensie nichtsdestoweniger dem Papste von Neuem, ihn mit 25,000Mann unterstützen zu wollen. Indessen ihre wahre Absicht beidiesem Anerbieten kam bald zu Tage, indem sie zum Behufe derRüstungen das Zugeständnis; einer Steuer von 3 MillionenDukaten auf den spanischen Klerus dem heil. Vater abverlangtenund zugleich von ihm die Einräumung eines wichtigen Grenzplatzesgegen Venedig, z. B. Ferrara's, forderten zu einer gesicherten undVortheilhaften Operationsbasis. Um diese unbescheidenen Forderungeneinigermaßen zu rechtfertigen, versahen sie den Grafen Fuentesendlich mit hinreichenden Geldmitteln, daß er seine kriegerischenVorbereitungen in etwas größerm Maßstabe betreiben könnte.')
Allein der Papst war wenig geneigt, die Anforderungen derspanischen Regierung zu erfüllen, zumal er jedesmal, wenn sich dieDinge wirklich kriegerisch anließen, von Madrid her Ermahnungenznm Frieden erhielt. Ein so unerfahrener Politiker auch Paul V.war, er mußte doch erkennen, daß Spanien mit seinen lautenAnerbietungen und seiner lärmenden Kirchlichkeit im Grunde nureinige Vortheile davonzutragen trachtete, ohne die Erfüllung derdafür übernommenen Verbindlichkeiten zu beabsichtigen. WelchenErfolg konnte aber eine so unheilbar zweideutige Politik haben,die einerseits dem Papste 25,000 Mann anbot und andrerseitsdein venetianischen Gesandten versicherte, es sei dies durchaus nichternstlich gemeint; einerseits den grimmen Fuentes in Mailandgegen Venedig rüsten ließ und andererseits einen der höchst-
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