Venedig und Graubimden.
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liche Gesinnung verbürgen werde. In diesem Falle versprach derPapst, venctianische Gesandte freundlich aufzunehmen und sie nichtals Exkommumzirtc zu behandeln. Im Bewußtsein dieser stetszunehmenden Friedenssehnsucht des heiligen Paters wartete Heinrichruhig ab, bis die Zeit denselben vollends nachgiebig gemacht habenwerde; zumal die Gesandtschaft Castros ihn durchaus nicht mehrbeängstigte. In der That spielte Don Franeisco eine ziemlichkomische Rolle. Er war bereits im dritten Monate in Venedig,erhielt auf seine stets wiederholte Forderung von Konzessionen stetsdieselbe abschlägige Antwort und sah seine Bemühungen, mit demfranzösischen Gesandten anzuknüpfen und mit ihm in Gemeinsam-keit zu verhandeln, immer mit derselben kühlen Höflichkeit zurück-gewiesen. Denn Heinrich schrieb seinen Gesandten in Venedig undRom vor, sich zwar nicht offen feindselig gegen die spanische Ver-mittelung zu zeigen, aber im Geheimen so viel als möglich zuderen Scheitern beizutragen. Franzosen und Venetiancr wünschtennichts sehnlicher, als da») die nur störende spanische Einmischungaufhöre; aber Don Franeisco hatte die Weisung, nicht von be-ständigem Andringen abzulassen, um entweder wirklich den Ruhmder Fricdcnsvermittelnng oder in der Halsstarrigkeit der Venctianereinen Verwand zur Kriegserklärung davon zu tragen. Indes; beidesglaubte Heinrich nicht mehr befürchten zu müssen. Brachte dochseht Alineonrt den Papst dahin, daß er sich mit einen: Versprechendes Königs, die Venctianer würden bis zum völligen Ausgleich diestreitigen Gesetze nicht ausführen, begnügen wollte — so daß dieRepublik mit einer geheimen und indirekten Zusage über diesenGegenstand davon kommen wurde, die ihrer Ehre weniger zuwider-lief, als eine öffentliche und förmliche Zurücknahme oder auch nnrSuspension. Damit war sehr viel erreicht; diesen Punkt bei denVenetiancrn durchzusetzen, war jetzt das nächste Ziel der französi-schen Diplomatie, die also nunmehr eine bestimmt begrenzte unddeshalb hoffnungsvollere Aufgabe vor sich hatte. Danach faßteHeinrich seine Beschlusse.