Band 
Dritter Theil.
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Der niederländische Waffenstillstand.

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dem religiösen und maritimen Nebenbuhler zu überlassen und viel-mehr nur bezweckten, England in ihr Bündniß zu lecken und damitdie Niederländer zur Unterwerfung zu schrecken. Nun begab sichder flandrische Andieneier Vereyken nach England, um dort dieAnnahme dieser Erbietnngen zu unterstützen; namentlich die durch-wegs protestantischen Provinzen der Niederlande sollten (so hieß es)au England überlassen werden. Bercyken erreichte so viel, daßJakob 1. wirklich von neuem mit großer und unverdrossener Mühe-waltung sich bestrebte, die Versöhnung der trotzigen Holländer mitSpanien zu Stande zn bringen: indeß nnt um so geringerm Er-folge, je weniger Lust die Holländer verspürten, sich von ihremärgsten Feinde, dem Spanier, dem ihnen verhaßten englischenKönige als Geschenk darbringen zu lassen; denn schon hatte etwasvon den spanischen Anerbietungen an denselben verlautet. Andrer-seits ließ auch der englische Geheime Nath sich nicht so sehr vonden spanischen Intriguen umgarnen, wie sein leichtgläubiger Gesandtein Madrid, Cornwallis. In seiner Antwort vom 17. März 1606lehnte er das angebotene Bündniß ab, da es nur dazu dienenwerde, die Niederlande in die Arme Frankreich's zu treiben; freilichsei England geneigt, auf ein engeres Verhältniß zu Spanien einzu-gehen, doch müsse es dazu dessen weitere Anträge erwarten. DieseAntwort verstimmte die spanische Regierung, welche ihre List einst-weilen mißlungen sah, nicht wenig, so daß Cornwallis lange Zeitkeine fernere Aeußerung von ihr erlangen konnte; der König undLcrma schlössen ihm unter stets neuen Verwänden die Thür. Daßdie spanische Freundschaft ohne jene Heirathsbedingung nicht zn ge-winnen sei, wurde dann dem englischen Könige durch konsequenteBenachtheilignng der englischen Kaufleute in Spanien, durch sorg-fältiges Hegen aller englischen Mißvergnügten und Verräthcr deut-lich gemacht. Die Beziehungen zwischen England und Spanienwurden eine Zeit lang förmlich gespannt. Vorzüglich suchte manden Engländern mit der französisch-spanischen Heirath bange zumachen, an die doch einstweilen keineswegs zu denken war, zumal