Band 
Dritter Theil.
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Zweites Kapitel.

und daß der König mit dieser Unterhandlung wohl zufrieden seiIndessen, fuhr Villeroy fort, wenn der König von England ver-sprechen wollte, im Falle eines Bruche» mit Spanien die Holländerkräftig zu unterstützen, so würde Heinrich IV. den spanischen Ge-sandten zurückweisen und seine Kinder mit denen von Englandvermählen. Der französische Staatssekretär schloß mit der Bitteum schleunige Antwort, da Don Pedro auf Bescheid warte, st Alansieht, daß Heinrich stets und immer wieder die Unabhängigkeit derNiederlande von Spanien im Sinne hatte. Das war der Gesichts-punkt, dem er augenblicklich alle andern Erwägungen unterzuordnenentschlossen war.

Toledo sah inzwischen mit Ingrimm einen Tag nach demandern verstreichen, ohne daß der französische König oder seineMinister von seinem Dasein Notiz genommen, geschweige dennihm einen Vorschlag wegen der Heirathen gemacht hätten. Nach-dem er soeben erst versichert hatte, daß er keinen Auftrag zur Ver-handlung derselben besäße, verlangte er also jetzt von den franzö-sischen Staatsmännern, mit ihm über dieselben zu negozüren! Undweit sie dies nicht thaten, glaubte der Marques zu dem Schlüsseberechtigt zu sein: daß Heinrich IV. in Allem, was er thue undsage, der erklärte Feind Spanien's sei?)

Als Toledo auf Zureden des Nuntius endlich (19. August)eine zweite geheime Audienz erbat, siel sie denn auch höchst unbe-deutend aus, da keiner von beiden Theilen das Eis brechen und vonder eigentlich wichtigen Frage zu reden beginnen wollte. Via» be-gnügte sich mit dem Austausch von Zusagen üben die Punkte deSniederländischen Friedenstraktates, welche die katholische Religions-übung und die Schifffahrt nach den beiden Indien betrafen. DonPedro dankte im Namen seines Königs dem französischen Monarchenfür die dabei ausgesprochenen Gesinnungen — und verabschiedete

st N8. Paris, August (Paris Nat.-Arch. w. 1461).st N8. Dep. Tolcvo's v. 3. 7. Aug. (ebcndasclbst).