Der niederländische Waffenstillstand.
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Armen der Spanier sehen. Die Schuld an allen diesen Umtrieben,an der feindseligen Gesinnung in Madrid, an der schroffen undmißtrauischen Haltung der Hotländer, an dem unsicher» und fürFrankreich wenig behaglichen Zustande der Dinge schrieben diefranzösischen Staatsmänner hauptsächlich der Mission, der Denk-weise und dem Auftreten des Don Pedro de Toledo zu. SoBreves in Rom?) Richt anders Billeroy. Während Don Pedrosich mit den schönsten Hoffnungen trug, schrieb über ihn derfranzösische Staatssekretär: „Ich glaube nicht, daß die Reise DonPedro's irgend eine befriedigende Wirkung hat. Ich sehe voraus,daß seine Unterhandlung dem Papste übertragen werden wird, umdes genannten Don Pedro ledig zu werden, den wir endlich alsnoch mehr listig denn grob, aber viel mehr prahlerisch denn gescheuterfunden haben." Alan wünschte in der That dringend, daßDon Pedro Paris verlasse, wo er nun bereits vier Monate ver-weilte, ohne doch das mindeste zu erreichen, während fein langerAufenthalt nur dazu diente, den Engländern und Holländern sehrnatürlichen Berdacht gegen den französischen Herrscher und dessenEntwürfe einzuflößen. Billeroy sprach deshalb im Beginn desNovember die Absicht aus, Don Pedro ganz ernstlich zu „verab-schieden" (liovnciov).-)
Wie ein Donnerschlag mußte nun den Marques die Nachrichttreffen, daß der Erzherzog allen Forderungen der Holländer ge-wichen sei; dadurch wurde der ganzen von ihm so günstig auf-gefaßten Kombination ein Ende gemacht. Und wie in Rom undin Paris, so fand auch in Madrid seine plötzliche Sinnesänderungwenig Anklang. Die spanischen Staatsmänner, selbst der friedfertigeLerma, waren entrüstet über das „schändliche" BenehmenHcinrich'slV.und beklagten sich deshalb bei dem NuntinS?) Wäre Don Pedro
U Dcp. Breves' v. 16. 28. Okt.; verreis 181. 201.
Billeroy an Icamiin, 28. Okt. 4. Nov.: XIV. 318. 366.
2) KI8. Dep. Ortemberg's v. I. Nov.
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