Band 
Dritter Theil.
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Die französische Partei in Europa.

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der Herzog nun nicht mehr Genf und die Freigrafschaft. DenKrieg glaubte Karl Emanuel beeilen zu müssen, denn jetzt seienfast alle Spanier nach der Levante eingeschifft, im Mailändischcnnur 2000 Mann zurückgeblieben.')

Es war von dem Herzoge durchaus verkehrt, daß er einerseitsseine bisher als unumgänglich bezeichnete Bedingung der Rückgabeder ehemals savoyischen Provinzen aufgab, andererseits für denKriegsfall doch wieder auf dieselbe zurückkam. Heinrich IV. warentschlossen, einen Eroberungskrieg nicht mit Gebietsabtretungen zubeginnen; und da gerade jetzt der längst ersehnte spanische Heiraths-botschafter auf dem Wege nach Paris war, hatte der französischeHerrscher um so weniger Lust, auf die abenteuerlichen Kricgsplanedes unzuverlässigen Savohers einzugehen. Jaeob fand bei seinerAnkunft in Fontainebleau, wo der König sich damals aufhielt, eineüberaus freundliche Aufnahme, wie er sie persönlich wohl verdiente.Aber er hatte bald über die große Zurückhaltung zu klagen, welcheder König und feine Minister gegen ihn beobachteten; er mußtebemerken, daß die Mehrzahl der letzteren für Frieden und Ruhegestimmt seien. Joyeuse versicherte Jaeob nachdrücklich, es könnegar nicht von einer Landabtretnng seitens Frankreichs für erst nochzu gewinnende Vortheile die Rede sein, und mit dergleichen Plänenmöge der Herzog sich nicht mehr täuschen lassen; auch habe derKönig ihm — dem Kardinal — gesagt, daß man an kriegerische Unter-nehmungen nicht denken dürfe, ohne vorher der dazu nöthigen Mittelvöllig sicher und gewiß zu sein. Kurz, Joyeuse rieth dein Savvycrseine ganze Verhandlung bis auf eine, ja nicht mehr ferne Zeit zuvertagen, da die Gesandtschaft Don Pcdro's baldigst für Spanienselbst bittere Früchte tragen müsse.

Jacob sah denn auch wohl ein, daß der König sich über seinVerfahren gegen Savoyen erst entschließen werde, nachdem die Ver-

ls Verschiedene IN8. Jnstrnllienen gacod's; Turin St.-A. dsegoeinrionicoNn Nrancin, dl. VII. dir. 34. 36. — Vgl. Liri I. 432 rr.