Band 
Dritter Theil.
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Die französische Partei in Europa.

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bei dem entschiedenen Widerstreben des Kaisers unterblieb schließlichauch Feria's gleise. — Merkwürdig ist übrigens, daß auch die so'geringfügige und beschränkte Energie, die der französische Königin dieser Angelegenheit bethätigte, völlig vergeblich war, da Spanienim Laufe des Jahres 1606 selbst die Kandidatur des ErzherzogsAlbert, mit dessen friedfertiger und versöhnlicher Gesinnung es javielfach unzufrieden war, aufgab und sich gleichfalls Matthias zu-wandte. 0

Bei weitem am eifrigsten war Heinrich auf eine feste Ver-bindung der deutschen Protestanten unter einander und mit ihmselbst bedacht. In den ersten sieben bis acht Jahren nach demFrieden von Vervins war er hauptsächlich bestrebt, die deutschenProtestanten unter einander zu organisiren, während er, seinerdamals konsequent befolgten vorsichtigen Politik gemäß, ein engeresBündniß derselben mit Frankreich noch nicht in das Auge faßte,sondern ihnen nur für den Fall, daß sie angegriffen würden, fran-zösische Hülfe in Aussicht stellte. Er selbst glaubte ja die Zeitfür eine kräftige Offensive Frankreich's gegen Spanien noch nichtgekommen. Seit dem Jahre 1599 sehen wir ihn also die evan-gelischen Fürsten Deutschland's nachdrücklich und unablässig zumAbschlüsse einer Union ermahmen, die ihre in der Vereinzelungunbedeutenden Kräfte zu einer starken, naturgemäß gegen die ka-tholischen Habsburger gerichteten Macht vereinigt hätte. Er wurdenicht müde, einer solchen Union für jede Bedrängniß seinen Bei-stand — 10 bis 12,000 Mann zu Fuß und 4000 Reiter — zuverheißen; ja wenn einstweilen nur die Mächtigsten den Bundabschlössen, wolle er sich denselben nicht entziehen. Dies wieder-holte der König auch persönlich dem Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel, einem seiner treuesten Anhänger in Deutschland, als der-selbe im Herbst 1602 in Paris erschien. Allein die EvangelischenDeutschland's nahmen die Ermahnungen und Anerbietungen Frank-

l> Qi-Mely, Rudolf II., I. 79 I.III.

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