Band 
Dritter Theil.
Seite
359
JPEG-Download
 

Der jüllcher Erbfolgestrekt.

359

Neutralität des heiligen Vaters ziemlich sicher sein, wenigstens solange, wie er selbst keine entscheidenden Niederlagen erlitten habenwurde. Er trug deshalb kein Bedenken, dem neu ernanntenKardinal von La Nochefoucanlt, der Mitte Oktober zur Empfang-nahme seines Hutes nach Rom abreiste, energische Instruktionen inBetreff der jülicher Angelegenheit mitzugeben. Der Papst wurdedarin aufgefordert, sich nicht an den spanischen Plänen auf Jülichzu bctheiligen, indem seine Parteinahme den König „und anderekatholische Fürsten" (nämlich, wie wir sogleich sehen werden, denHerzog von Savoyen) nicht abhalten würde, das Interesse derPossidirenden zu vertheidigen. Wenn der Papst von dem Nachtheilesprechen würde, der daraus dem Katholizismus erwachsen möchte,so sollte der Kardinal hervorheben, daß der Kurfürst von Sachsen,für dessen Ansprüche der Kaiser eintrete, nicht weniger Ketzer sei.Handele es sich ja nicht um die Religion, sondern um einen Ver-such, minder Berechtigten über die besser Berechtigten den Siegzu verschaffen. Der König sei friedlichen Mitteln durchaus nichtabgeneigt; aber wenn „man versucht, diese rein weltlichen Streitig-keiten in einen Religionskrieg zu verwandeln, so würd Se. Majestätgezwungen sein, den Sprung zu wagen in Gemeinschaft ihrerFreunde, und das wird sie mit ebenso vieler Hochherzigkeit undEntschlossenheit thun, als sie jemals bei andern Gelegenheiten gezeigthat." Mit einem höhnischen Hinweis auf die Vortheile, welcheder Kaiser an vielen Orten des Reiches den Ketzern bewilligt habe— als ob der arme Rudolf II. dies je anders denn gezwungengethan! — wurde der Papst aufgefordert, sich auf seine Rolleals unparteiischer und gemeinsamer Vater aller Gläubigen zu be-schränken. ")

N8. Instruction pcnir Is Larät. äs l>a wocNefoucsuN silant s Romspour Iss -Nsair« äs LIeves; Kopie Brüssel, IwdI. äs Lourgogne, No. 10450:. . . II ne äs !-> welligion. N-us Kien äenueloppsr tellement !e« äiffe-

renär que ceux c^ii v ont moings äs äeoit 8en puisseiN sin^arer st proüterLu äommage äes auNres. LNoso c^ue sa Ulk'? a äscl-iie inLenusinsnt su conls