Band 
Dritter Theil.
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Viertes Kapitel.

stellen, um die Rechte nnd Ansprüche der beiden Kurfürsten aufdie Erbschaft zur Geltung zu bringen, st

Indeß auch eine solche Unterstützung genügte dem Könige keines-wegs, da er es für den nun so wahrscheinlichen Fall eines Kriegesauf die gänzliche Demüthigung des Habsburgischen Hauses abgesehenhatte. Es handelte sich also für ihn darum, die freundlichen Be-ziehungen, die er in Italien, mit Holland, England, Dänemarkhatte, in möglichst ausgedehntem Maße in offensive Bündnissegegen Spanien und den Kaiser zu verwandeln. Hierbei aber stießHeinrich IV. auf größere Hindernisse, als er wohl selbst gemeinthatte. Theils fehlte das rechte Vertrauen, sei es auf die Macht,sei es auf die Zuverlässigkeit Frankreichs, theils auch die Neigung,demselben an Stelle Spanien's zur ersten Macht in Europa zuverhelfe».

Nur Herzog Karl Emanuel war mehr denn je entschlossen,sein Schicksal mit dem Frankreich's zu verbinden. In Gesellschafteines französischen Ingenieurs sandte er jetzt einen seiner vertrautenDiener nach dem Herzogthume Mailand, um dort die festen Plätzeauf das eingehendste auszukundschaften. Bei seiner Rückkunft nachParis hatte der Ingenieur eine lauge geheime Audienz bei demKönige, der sich von ihm den Zustand jeder Festung auf dasgenaueste beschreiben ließ.-) Inzwischen hatte Trolliouz, als erendlich wieder von Turin in Paris angelangt war, dem Königedie Bereitschaft des Herzogs zur Allianz und zur Heirathsverbindnngseiner Familie mit Frankreich auS einander gesetzt, zugleich abernoch einmal den Versuch gemacht, von jenem eine Nrndabtretnngan Rhone und Ain zu erlangen, st Das wiesen Heinrich und seine

st Dep. Cardenas' v. 30. Sept. — E. Consulta des spau. Staatsr. v.29. Okt., Paris, Nat.-Arch. X. >420 — llevenwr, Uerlenku. III, 38.

st Dep Foscarini'S v. 2. Juni >009, >>. 309. — 8ir>, VIom. recnn<I. I,573 l. II, 18.

st Das Folgende ist geschildert auf Grund der N8. Akten des Turin erStaatsarchives (Kategorien: dleMriariuni I'Vancla, I.eUere.Vlinistri dVaucia,