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Viertes Kapitel.
Dispenses, nämlich für den Prinzen v. Piemont zur Vermählungmit der ältesten Tochter Jakob's v. England, um sich so derBewerbung des erstem um die Hand der Jnfantin Ana auf guteWeise zu entledigen, Savoyen zufrieden zu stellen und zugleich eingroßes spanisch-savoyisch-englisches Bnndniß gegen Frankreich unddie Vereinigten Provinzen zu bewirken. >) Schade nur, daß KarlEmanuel durchaus keine Neigung fühlte, auf diesen den Spaniernfreilich sehr bequemen und annehmlichen, für ihn aber unsichernund aussichtslosen Weg einzugehen! Vielmehr trieb jenes trügerischeund zugleich anmaßende Benehmen den Herzog gänzlich in dieArme Frankreich's. Jeden Gedanken an die Nückerlangung deralten savoyischen Provinzen zwischen Am und Rhone gab er auf,um vielmehr den Preis seines Bündnisses in einem siegreichenKampfe gegen Spanien an der Seite Frankreich's zu suchen.Damit war der endgültigen Verständigung zwischen den beidenNachbarstaaten nichts mehr im Wege. Ende November l 609 konnteHeinrich I V. es als feststehend betrachten, daß der Herzog sich seinenWünschen vollständig unterordnete. Wiederholte Kuriere brachtennach Paris die Erklärung, daß der Herzog sich ganz in die Händedes Königs gebe, daß keiner seiner Söhne nach Spanien gehenwerde; und nach Turin die Antwort, daß die Heirath sowie dasFahrgeld von 100,000 Goldthalern gesichert sei, daß man eifrigdas Kriegsunternehmen gegen Mailand zurichten und berathensolle. Im Frühling sollte der jüngste der savoyischen Prinzen,Thomas, nach Paris kommen und dort eine große Apanage, sowieeine vertraute Stellung bei dem Dauphin erhalten. Freilich wurdeder Herzog v. Mantua wieder einigermaßen unsicher, da Fuentesdenselben durch Ehrenbezeugungen und Verheißungen aller Art zugewinnen suchte; aber auf ihn hatte Heinrich nie viel gebaut, undseine Macht war auch nur eine geringfügige. Am 26. Dezember
0 !U8 DtP. Polonghera'ö v. 10. 17. Dtt., 20. Nvv.; Turin, St.-A. I.ett.Koma 23.