Band 
Dritter Theil.
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Der julicher Erbfolgestreit.

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Schwäbisch-Hall nach Paris geeilt war, wo er 20. Februar ein-traf, und Christian von Anhalt, der bald nachher anlangte, be-wogen den König vollends, seine Zustimmung zu dem Vertrage zugeben (23. Febr.), der immerhin Heinrich's Bemühungen in Deutsch-land seit 12 Jahren mit Erfolg krönte. Freilich zufrieden war ermit jenem keineswegs; zu Dohna äußerte er: es gäbe in dem Ver-trage zu viele „wenn", auf welche nur Thoren sich verlassen dürf-ten; seinem Gesandten in England verbot er, die Haller Verein-barungen der dortigen Regierung mitzutheilen, da sie zu unvor-theilhaft seien. Heinrich meinte aber mittelbar doch seinen Gewinnzu finden. Anhalt, der in Paris mit den größten Ehren behandeltwurde, überbrachte dem Könige den Vorschlag der Nnirten, nachVertreibung der Feinde aus den julicher Gebieten die spanischenNiederlande anzugreifen. Ueber dieses Anerbieten würde Heinrichsich noch mehr gefreut haben, wenn er nur größeres Zutrauen zuden Possidirenden gehegt hätte! — Anhalt, welcher sich aus denPosten eines Oberbefehlshabers in Jülich Hoffnung gemacht hatte,war nicht wenig erstaunt, als der König ihm andeutete: er werdeselbst die französischen Truppen nach Jülich führen. Doch sollteAnhalt unter ihm das deutsche und englische Kontingent befehligen.Ueberhaupt wurden zur Führung dieses Krieges fast nur Huge-notten ausersehen: Anhält in Deutschland, Lesdignieres in Italien,La Force in Navarra, der Herzog von Rohan als Generaloberst derSchweizer im französischen Solde, Sully als Großmeister der Ar-tillerie, der Herzog von Bouillon in der unmittelbaren Nähe desKönigs. Die im Festungskriege sehr erfahrenen Obersten der fran-zösischen Regimenter im holländischen Solde wollte Heinrich alsseine Adjutanten zu sich berufen; es waren gleichfalls Hugenotten.Es schien, als ob Heinrich IV. zur Stellung seiner Jugendjahrezurückgekehrt sei.')

0 N3. Dep. Cardenas' v. 5. April, vgl. N3. Dep. defs. v. 30. Dez. 1609,sowie Marbault cn> Du Plessis, 26. Dez. 1609 skNem. ct Lore. äe Ou>N.