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Viertes Kapitel.
land endgültig auf den kommenden Mai fest und enthieltdie Billigung der von dem Herzoge beabsichtigten Unternehmungenauf die drei mailändischen Festungen. Karl Emanuel verpflichtete sichzur Stellung von 16,000, der König von 15,600 Mann; dererstere sollte dreißig, der letztere zehn Stück Geschütz liefern. Biszum 25. Juni sollten die savoyischen Heiralhsbevollmächtigten inParis erschienen sein, nm dort den definitiven Bermählungsvertragabzuschließen. An Stelle der von Heinrich noch im vergangenenHerbst geforderten Abtretung ganz Savoyen's begnügte sich Les-dignieres mit dein Versprechen, nach der völligen Eroberung desHerzogthums Mailand zu Gunsten Karl Emannel's sollten dieFestungswerke von Montmelian geschleift werden. Nicht minderunvortheilhaft war der Entscheid über die Sicherheitsplätze für diefranzösischen Truppen in Italien. Anstatt Pinerolos sollten den-selben Valenza und Alessandria oder zwei andere noch zu eroberndemailändische Festungen eingeräumt werden, natürlich unbeschadetder savoyischen Herrschaft über diese Städte.')
Der Vertrag von Brosolo ist so vollständig zu Gunsten desSavoyers, daß nur das dringende Bedürfniß der Franzosen, dochmit einem zuverlässigen und thatkräftigen Bundesgenossen in denKrieg einzutreten, die Fassung desselben erklären kann. Die bloßeSchleifung der Festungswerke von Montmelian konnte den Königum so weniger für seine gänzliche Ausschließung von den Vortheilendes italienischen FeldzngS entschädigen, als dadurch nicht einmaldie militärische Ueberlieferung Savoyen's an Frankreich erreichtwurde; denn was hinderte den Herzog, sich an einem andernstrategisch wichtigen Punkte Savoyen's, z. B. in Conflans, eineneue Zitadelle zu errichten? Und selbst von der Einräumungsavvyischer Sicherheitsplätze an Frankreich sollte nicht mehr die Redesein! An Stelle Pinerolos, der piemontesischen Festung an derfranzösischen Grenze, wurden dem Könige znr Bürgschaft für die
1) Du Klont, <^0^)5 cti^tomati^ue V, II, 1A7 f.