Band 
Dritter Theil.
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Der jülicher Erl'folgcstreit.

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zu Feindseligkeiten gewähren werde. Sollte wider Erwarten derErzherzog die Straße doch freigeben, so würde man immer nochandere Gründe zum Kriege finden können. Dabei wurde imStaatsrathe beschlossen, daß öffentlich der König stets erklären solle,durchaus nicht einen Krieg mit Spanien und dem Erzherzoge,sondern nur Befriedigung der Wünsche des Connetable zu beab-sichtigen. Aehnlich äußerte Heinrich sich gegen den Nuntius: dochwolle er auch Jülich von dem Erzherzoge Leopold befreien, anAlbert aber nur den Krieg erklären, wenn dieser ihm den Wegdurch Luxemburg versperre.

Der Entwurf des französischen Königs war offenbar der: voroder nach der Einnahme Jülich's die Dinge zum Bruche mitSpanien und Albert zu treiben, um dann selbst in die spanischenNiederlande einzufallen, während gleichzeitig der Krieg in dasMailändische und nach Navarra getragen würde.

Denn im Vordergründe des Interesses stand ihm immer dieAngelegenheit der Prinzessin, wenn auch mit politischen Rücksichtenverknüpft. Das gestand er schließlich auch dem Nuntius ein: manmöge ihm nur einen Freundschaftsdienst leisten, indem man diePrinzessin dem Eonnetable, ihrem Vater, zurücksende, dann würdenselbst die jülicher Angelegenheiten sich beilegen lassen und für denFall, daß sie dennoch streitig blieben, er seinerseits nur 4000 Mannhinsenden. Aehnliche Versicherungen gab Heinrich seinem eigenenBeichtvater, dein Jesuiten Cotton, während die französischen Mi-nister nicht aufhörten, in diesem Sinne in Peeguius und DonJnigo zu dringen: sei nur die Prinzessin ihrem Vater ausgeliefert,so würden die übrigen Sachen in ruhigster Weise einen Ausgleichfinden. Ganz wörtlich waren solche Zusagen freilich nicht zunehmen, da auf bestimmte Vergleichsvorschläge einzugehen dieFranzosen sich fortwährend weigerten.

Von der in Brüssel vorgeschlagenen Ehescheidung wollte derKönig nichts hören, da das Verfahren zn lange dauern würde,und ebenso wenig von der Ungültigkeitserklärung der ganzen Ehe,