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Zum "Mechanismus der Gebirgsbildung" / Albert Heim
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gleich der Contraction seien. Wenn dies der Fall wäre,so wäre ja durch die Aufbauschungen die Contraction wiederaufgehoben, es hätte keine Contraction, sondern nur eine andereVertheilung der Masse bei constantem Volumen der ganzenErde stattgefunden! Die Aufbauschungen über das ursprüng-liche Niveau sind dem Volumen nach gleich den Vertiefungenunter dasselbe vermindert um die Contraction. Zweitens istdas ursprüngliche Niveau nicht mehr zu bestim-men. Dasjenige das Pfaff annimmt ist ganz willkürlich;warum soll der jetzige mittlere Meerboden unverändert ge-blieben sein? Da Senkung und Contraction zusammengenommenjedenfalls grösser sind als die Aufbauschungen über das ur-sprüngliche Niveau, die sich ja selbst später wieder mit derganzen Rinde contrahirt haben, liegt jedenfalls das ursprünlicheNiveau hoch über dem jetzigen mittleren Meergrunde, und fallsdie Contraction des ganzen Planeten bedeutender war, als dieeigentlichen Senkungen, was sehr wahrscheinlich ist, so liegtdas ursprüngliche Oberflächen - Niveau der Erde über denGipfeln der jetzigen Berge! Noch ein anderer fundamentalerIrrthum liegt in der Annahme des jetzigen Meergrundes alsursprünglichem Niveau: Sind nicht im Laufe der Zeit stetsdie Ausbauchungen erodirt und der Meeresgrund aufgefülltworden, und dies ununterbrochen bei Wechsel wie bei Still-stand in der Vertheilung von Land und Meer? Eine solcheRechnung hätte auch dann, wenn wir das ursprüngliche Niveauder Erdrinde kennen könnten, nur Sinn, wenn wir vorerst vonder Erde alle Sedimente abschälen und wieder dahin bringenkönnten, wo ihre Atome ursprünglich gelegen haben, sonst isteine Volumen-Schätzung und Vergleichung der Aufbauchungeilund Senkungen unmöglich. Nur wenn man vergisst, dass esauf der Erdoberfläche einen gewaltigen Umgestaltungsprocessder Erosion und Alluvion giebt, kann man einen Versuch zueiner solchen Rechnung machen, wie sie uns Pfaff vorführt.

Ich meinerseits setze keine anderen Rechnungen an Stellederjenigen von Pfaff, denn weil die Grundlagen dazu fehlen,sind vernünftige Rechnungen eben einfach unmöglich. Ich habeauch in meinem Buche keine Theorieen herausgerechnet, son-dern nur als Anhang zu der Discussion der Beobachtungenangedeutet, dass gewisse theoretische Gesichtspunkte mit mei-nen Beobachtungsschlüssen harmoniren.

Das fünfte Kapitel von Pfaff kündet der Schrumpfungs-theorie neue Schwierigkeiten an. Es beginnt mit einer Zu-sammenfassung des bisherigen in bestimmte Sätze. Da (P. 105bis 108) stehen sie alle in Reih und Glied diese sonderbaren,auf Willkür und Irrthum aufgebauten Behauptungen. Pfaffwill dann auf die Widersprüche aufmerksam machen, die zwi-