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6. Pyrargillit.
Blum*) erwähnt zwei Varietäten des Pirargilits, nämlichden lederbvamien und den ziegelrothen. Beide kommen in denstark zersetzten Graniten von Ilelsingfnrs vor. Als ein zweitesVorkommniss wird das von Brunhalt in Söderninnland be-zeichnet, von dem aber nichts zur Untersuchung vorlag.
Die sogenannte leberbrauue Varietät ergiebt sich unterdem Mikroskop als ein echter Nachkömmling des Cordierits.Nicht allein, dass das Unnineral, freilich in einer ziemlichcmenthümlichen Beschaffenheit, als Ueberrest noch erhaltenist sondern auch die Umwandlungsweise ist so übereinstim-mend mit manchen anderen Vorkommnissen, dass an der pseu-domorphen Natur des Pyrargillits nicht zu zweifeln ist. Höchst■wahrscheinlich wurde der C'ordierit zuerst in eine lichtbrauneSubstanz umgewandeJt und zwar wurde diese Metamorphoseso crvorgerufen durch einen Gesammtangriff des umwandeln-den Mediums auf das Urmineral. Dieser Art der Umwandlungfolgte ein Spaltcnbildungsprozess. Zu beiden Seiten der Spaltenzeigen sich parallele Zonen, von denen aus gleichmässig dieMetamorphose weiter ins Innere dringt. Als Endproduct derZersetzung erscheint der Glimmer, der sich in Blättchen aus-scheidet, die eine etwas faserige Beschaffenheit zeigen.
Die sogenannte ziegelrothe Varietät kommt in einemäusserst zersetzten Granit vor. Namentlich in das Gesteinvon zahlreichen Spalten durchsetzt, in denen sich Eisenockerabgelagert hat, der insbesondere in Spalten des Quarzes wun-derliche Gebilde hervorruft. Dieser Pyrargillit zeigte im All-gemeinen dieselbe Beschaffenheit, wie die vorerwähnte Varietät.Reste von Cordierit waren in dem vorliegenden Schliffe nichtmehr zu entdecken. Die rothe Färbung scheint unzweifelhaftvon dem auf Spalten hereingedrungenen Eisen pxydbydrat her-zurühren. Neben diesem Pyrargillit kommt eine ebenfalls ma-kroskopisch ziegelroth erscheinende Mineralsubstanz vor, dieaber mit dem erst erwähnten Vorkommniss nichts zu schaffenhat. Unter dem Mikroskop erkennt man, dass sie ihrerHauptsache nach aus einem farblosen Mineral besteht, das
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') l’scudomorplioscn, Kaditr. I. pag. 41.