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Herr J. J. Staal und "Nova Guinea" / von Arth. Wichmann
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Tatsache ihm unbekannt geblieben war. Ich halte mich nicht für berech-tigt das Schreiben, in dem er seiner Entrüstung über die seinem Kindewiderfahrene Behandlung Luft machte, abzudrucken, wohl aber kann ichmitteilen, dass ich ihm den Rat erteilte dem Schriftleiter, A. L. vanHasselt, eine Berichtigung zukommen zu lassen. Mir liegt das vom12. Dezember 1903 datirte Antwortschreiben im Original vor, in demder Empfang der Berichtigung bestätigt und zugleich zugesagt wurde sieim nächsten Hefte der Zeitschrift zum Abdruck zu bringen. Das ist zwargeschehen, aber der Name des Autors wurde unterschlagen und an dessenStelle das ominöse WortRed. man weiss auch wohl warumgesetzt. Die Redaktion des Tijdschrift hat sich bereits genugsam durchHerrn A. L. van Hasselt kompromittirt, der zwar ein Busenfreund desHerrn Niermeyer war, aber bereits in seinen Jugendjahren aus demKadettenkorps hatte entfernt werden müssen. In seinem höheren Lebens-alter hat dieser Pfuscher noch 10 Jahre lang die Zeitschrift der niederl.geographischen Gesellschaft unsicher gemacht und ist in dieser Eigenschaftauch nicht vor Fälschung zurückgeschreckt. Nahmen sich bereits dievon der Redaktion bei Gelegenheit seines, auch in diesem Fallenicht ganz freiwilligen Rücktrittes vergossenen Krokodilstränen rechtsonderbar aus '), so musste der ihm nach seinem Ableben gewidmeteund von der Wahrheit sich so weit entfernende Nachruf noch mehr Be-fremden erregen 1 2 ), wenigstens bei denen, die sich bei der geographischenGesellschaft überhaupt noch über etwas zu wundern vermögen.

Und nun zum Schluss Herr J. F. Niermeyer ! Es würde ja alle An-erkennung verdienen, dass Herr Staal meine über diesenGeographenausgesprochenen Urteile auch einem Publikum, für das dieEntdeckungs-geschichte nicht bestimmt ist, zugänglich gemacht hat, wäre es nicht,dass er ganz im Geiste der von ihm geleiteten Zeitschrift wieder einmalhalbe Wahrheiten vorgebracht hätte, indem er die Beweisgründe sorgfältigverschwieg. Der Zweck war nur ein allzu durchsichtiger, nämlich umHerrn Niermeyer die Rolle des verunglimpften Tugendboldes spielen zulassen. Wer aber in der Pose der verfolgten Unschuld Gefallen findet,sich dazu noch Handlanger bedienen muss, der hat stets etwas auf demKerbholz gehabt. Denn ein Mann hat noch immer die ihm ziemendeWaffe selbst zu finden gewusst. DieVerteidigung des Herrn Staal hatauch in diesem Falle gerade das entgegengesetzte Ergebnis gezeitigt, in-dem das von Herrn Niermeyer beliebte Verfahren ihn in einem ungün-stigeren Lichte, als je zuvor, erscheinenen lässt.

1) Tijdschr. Kon. Ned. Aardr. Gen. (2) XXIII. 1906, p. 541, 679680.

2) Ibid. (2) XXVI. 1909, p. 893895, 1060 .