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daher denn auch die absichtliche Verschweigung seines Namens in der„Berichtigung”. Auch jemand, der, wie Herr Nif.rmeyer, wissenschaft-lichen Kreisen fernsteht, sollte doch soviel wissen, dass der Anstand esgebietet irrtümliche Angaben zurückzunehmen. Es hat noch niemandenzur Schande gereicht Fehler zu begehen, wohl aber sie nicht eingestehenzu wollen. Selbstverständlich hat Herr Niermeyer es auch in seiner„Berichtigung” sich nicht versagen können mit halben Wahrheiten zuoperiren. Er wiederholt die 1901 gemachte unrichtige Angabe, dass vonMontague „die Namen der Stranddörfer (südlich vom Merauke-Fluss)richtig” wiedergegeben worden seien, allerdings mit der Einschränkung„ziemlich gut”, ln Wirklichkeit liegt die Sache aber doch ein weniganders. Bei Montague finden sich die Namen der folgenden Strand-dörfer: Wadikaureeka, Butireeka, Youbareeka, Supodemreeka, Sileraka,Wenireeka und Romda, während die Seekarte N°. 154 (Ausgabe 1908)verzeichnet: Boeterike, Borim, Sarire, Wiwareke, Wongaja, Majo, Djo-horre, Imbiroembe, Sendara und Warnma miraaf. Es blieb somit von denMoNTAGUE’schen Namen nur ein einziger übrig. Von seinem Mangel angesunder Kritik zeugt auch der Schlusssatz, in dem Herr Niermeyerdarauf hinweist, dass die MoNTAGUE’sche Karte den Verlauf der Küsteziemlich gut wiedergegeben habe und sie bereits eine Andeutung vonder Ostmündung des Bensbach-Flusses enthalte. Ich finde darin gar nichtsBemerkenswertes. Als Montague an Bord des „Camphuys” kam, mussteer sich Dinte, Feder und Papier geben lassen, um seinen Bericht aufzu-setzen. Seine von ihm angefertigte Karte beweist, dass er sich auch diean Bord befindliche Seekarte geben liess, denn aus dem Kopfe konnte er,der überhaupt kein Kartenkünstler war, die Küstenumrisse umsowenigerannähernd richtig wiedergeben, als es sich 11m Gebiete handelt, die ernie mit eigenen Augen gesehen hatte.
Ich habe niemals in meinem Leben verstanden und werde es auchnie verstehen lernen, wie jemand darauf kommen kann Winkelzügezu machen; sie gelangen doch einmal ans Tageslicht. Wer auf krummenPfaden wandert, hat noch immer — früher oder später — sein Sumalatagefunden. Wes Geistes Kind überhaupt Herr Niermeyer ist, möge mander Tatsache entnehmen, dass er das auf der hiesigen Universitätsbiblio-thek befindliche Exemplar meines Werkes mit Randbemerkungen, wie„unrichtig”, „alles unrichtig” zu versehen sich erlaubt hatte. Es ist dieseine Handlungsweise, die ein eigentümliches Licht auf denjenigen wirft,welcher berufen ist dem jüngeren Geschlechte ein gutes Beispiel zu geben.Sie legt zugleich aber ein beredtes Zeugnis für seine Hinterhältigkeit ab.Da ich nämlich meine eigenen Schriften nicht von der Bibliothek ent-leihen werde, so war es lediglich einem Zufall zu verdanken, dass dieses