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Wilhelmsbahn (Cosel-Oderberg).
Biberich und Castel die Erklärung abgegeben: „fie könne diese Ein-mündung erst dann gestatten, wenn die Erbauung der Eisenbahn vonDentz nach Gießen und der Bahn von Aschaffenburg über Darm stadt nach Mainz und von da nach Bingen , sowie die Fortsetzung dieserBahn auf dem linken Rheinufer zum Anschluß an die rheinische Eisen-bahn gesichert sei/' — Durch Decret vom 24. August 1855 ist der Ge-sellschaft in Erweiterung ihrer frühern sauf 84 Jahre ertheilten) Concessionauch für eine Lahnthal-Bahn, unter Vorbehalt der ständischen Geneh-migung, Concession ertheilt. Beide Bahnen müssen binnen 5 Jahren demBetrieb übergeben sein. Die Gesellschaft leistet eine Caution vonl^Mill.Fl.Der Staat übernimmt eine Zinsgarantie von 4 Proccnt auf drei Fünf-theile des Anlagccapitals von 20 Mill. Fl. in der Weise, daß die Gesell-schaft berechtigt ist, diese Garantie von 480,000 Fl. jährlich zur Emis-sion von Prioritäts-Obligationen zu verwenden.
64. Wilhelmsbahn (Cosel-Oderberg) (Privatbahn).
Länge mit den bis jetzt beschlossenen und genehmigten Zweigbahnenüber 20^ geogr. Meilen.
Geschichte. Der Bau der Zweigbahn nach Nikolai hat am9. August 1854 begonnen. Beabsichtigt wird eine Zweigbahn von Leob-schlitz nach Neisse .
Anlagekapital. Die Stnminaeticn neuer Emission werden biszum Ablauf des Jahres, wo die im Ban befindlichen Zweigbahnen nachNikolai und Leobschütz vollständig in Betrieb gesetzt werden, mit 4 Proc. !jährlich aus dem Baufonds verzinst. !
Frequenz und Einnahme. Im Jahre 1853 betrug die Frequenz79,777 Pers. und 3,048,017 Ctr., die Einnahme 290,245 Thlr., !die Ausgabe 112,192 Thlr., die reine Einnahme 178,053 Thlr. !Frequenz und Einnahme 1854: 86,143 Personen, 3,894,000 Ctr., !350,543 Thlr.; Ausgabe 156,800 Thlr.; reine Einnahme206,586 Thlr.
Dividende für 1854: 12 Procent.
Reservefonds Ende 1853: 62,557 Thlr. (tuet. 17,244 Thlr.Zuschuß für 1853). Zuschuß für 1854: 18,441 Thlr.
Betriebsmittel Ende 1853: 10 Locomotiven und Tender, 23 Per-sonen- und 391 andere Wagen.