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Nachtrag.
berger Eisenbahn-Gesellschaft mit einem Capital von 2,500,000Thlrn.in Acticn zu 100 Thlr. gebildet werden. Die sächsische Regierung über-nimmt den vierten Theil der Actien, sowie außerdem alle diejenigen, welchebei der Subscription keine Abnehmer finden. —- Die Subscription fandam15.und lO.Febr. 1855 statt, doch wurden vondendemPublicum über-lassenen 18,750 Actien nur 014 gezeichnet. — Am 19. März d. I.fand in Zittau die erste constituirende Generalversammlung statt. Inderselben wurde der Entwurf der Statuten genehmigt. Die Ertheilungder sächsischen Concession ist am 23. April d. I. erfolgt. Die österreich .Concession ist zwar noch nicht ertheilt, dennoch ist mit der Ausführungdes Unternehmens Seiten des Direktoriums der Löbau -Zittauer Bahn —das für beide Bahnen ein und dasselbe ist — bereits vorgegangen wor-den, da das österreichische Handelsministerium Genehmigung zum Angriffdes Bahnbaues in Böhmen ertheilt hat. Die Expropriation hat am9. August d. I. begonnen. Den Bau leitet Oberiugenieur Rachel. —-Die Fortsetzung der Bahn von Reichenberg bis Pardubitz an derPrag -Wiener Bahn steht in Aussickit; andererseits die Anlegung einerBahn von Berlin rs8x>. Fürstcnwalde über Cottbus nach Bautzen oder Löbau , so daß die Bahn von Löbau bis Reichenberg ein Mittel-glied einer kürzern Verbindung zwischen Berlin und Wien bilden würde.
Nachtrag.
3. Badische Staatseisenbahn.
Frequenz und Einnahme im Jahre 1854: 1,680,918 Personen,5,435,204 Ctr., 3,106,325 Fl.
6. Bayerische Staatseisenbahnen.
Die bayerische Regierung hat den Vertrag mit Sachsen-Coburg-Gotha, durch welchen sie sich verbindlich gemacht hatte, eine Bahn vonLichtenfels bis Coburg zu bauen, dem Vernehmen nach bis Ende1855 gekündigt. — Die Bahnen von Nürnberg über Amberg einer-seits nach Prag , andrerseits nach Regensburg , und von München