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halb eines Körpers überhaupt eine Verzögerung eintreten,die um so grösser ist, je mehr Atome der Strahl auf einerbestimmten Strecke trifft und je langsamer er von jedemAtome fortgepflanzt wird. Es folgen hieraus die Brechungs-gesetze, und zwar ergiebt sich, dass das specifische Brech-ungsvermögen eines Körpers dem der Atome gleich und
repräsentirt wird durch die Formel: -- - 1 , wo n der Brech-ungsexponent und d die Dichte des Körpers ist. In derThat haben Landolt und Ketteier nachgewiesen, dass dieseFormel der Erfahrung mehr entspricht, als die von Newton:
Da man ferner nur in den Atomen eine Verzögerung
der Fortpflanzungsgeschwindigkeit annehmen kann, und esgleichgültig sein muss, ob der Strahl wechselweise Aetherund Atome oder zunächst die sämmtlichen Atome und danndie ganze Aetherstrecke durchläuft, so folgt, dass das spe-cifische Brecliungsvermügen der Körper nicht von ihrerDichte, sondern nur von der substanziellen Natur ihrerAtome abhängig ist, ein Satz, der ebenfalls von Landoltund Ketteier experimentell bestätigt worden ist. Die sub-stanzielle Natur der Atome aber ist keineswegs so unver-änderlich, als man früher anzunehmen geneigt war; viel-mehr dürfte angesichts der neueren Forschungen wohlausser Zweifel gesetzt sein, dass die Temperatur und che-mische Veränderungen einen entschiedenen Einfluss daraufausüben, und somit ist auch das specifische Brechungsver-mögen von der Temperatur und von chemischen Veränder-ungen abhängig. In Bezug auf die übrigen die Brechungbetreffenden Sätze, namentlich in Bezug auf die mathe-matische Ableitung derselben muss ich auf das Originalverweisen, und es sei nur noch hervorgehoben, dass diebereits von Fresnel angenommene, durch Fizeau’s berühm-ten Aberrationsversuch aber direct bewiesene, partielle Mit-bewegung des Lichtes in bewegten Medien, welche man ausder bisherigen Undulationstheorie mit Nothwendigkeit nichtzu folgern vermochte, hier eine feste Begründung erhält.