38
(geb. am 28. Jan. 1611 zu Danzig und gest. am 28. Jan. 1687ebendas.) und Georg Samuel Dörfel (geb. am 11. Oct. 1643zu Plauen im siichs. Voigtlande, woselbst er zur Zeit derVeröffentlichung seiner bezüglichen Schrift Diaconus war;gest. am 6. Aug. 1688 als Superintendent zu Weida imGrossherzogth. Weimar .)
Es sind hauptsächlich drei Ansichten verbreitet: dieerste und gebräuchlichste nimmt die Entdeckung ganz undgar für Dörfel in Anspruch und behauptet, dass Heveliusnoch wie Kepler die gerade Linie als Bahn der Cometenangesehen habe; eine zweite nennt nur Hevelius; die drittelässt unentschieden, was der eine und der andere hier ge-leistet hat. Alle drei Ansichten haben offenbar ihren Ur-sprung in der ungenauen Kenntniss der hierher gehörigenQuellen, zu welchen vor allem die im Jahre 1668 erschie-nene Cometographie von Hevelius und die im Jahre 1681von Dörfel herausgegebene Schrift: „Astronomische Be-trachtung des grossen Cometen, welcher im ausgehenden1680. und angehenden 1681. Jahre höchst verwunderlichund entsetzlich erschienen: Dessen zu Plauen im Voigtlandeangestellte tägliche observationes , nebenst etlichen sonder-baren Fragen und neuen Denkwürdigkeiten, sonderlich vonVerbesserung der Hevelischen theoriae comelamm , an’s Lichtstellet Mag. Georg Sam. Doerftel, (40 Quartseiten)“ gehört.
Der Behauptung zunächst, dass Hevelius die Cometen-bahnen für gerade Linien gehalten habe, widerspricht derganze Inhalt des 7. und 9. Buches der Cometographie.Schon die Hypothese, welche derselbe dort, auf Kepler’-schen Ideen fussend, für die Entstehungsweise der Cometenentwickelt, lässt eine solche Annahme nicht zu. Nach He-velius sind nemlich diese Himmelskörper verdichtete Theileder Planetenatmosphären, quae materia postquam suflicientereondensata atque ad molum apta reddita est, ascendit plusplusque; et quidern initio per se motu quodammodo recto;verum cum atmosphaera una cum corpore, certa periodicavertigine circumagatur, ascendens illa materia majores acinajores acquirit vires se se ulterius promovendi.“ Durch die