7 .
Versuch
über
die Zeitrechnungen der Verweil*).
Erste Hälfte.
1806.
Eine der größten Schwierigkeiten, welche dem For-scher auf den ersten Blättern der Geschichte begeg-nen, ist der Mangel einer hinreichend begründeten,allumfassende» Zeitrechnung, der die Zahlen dermannichfaltigen Ueberlieferungen sich synchronistischanpassen ließen. Ganz natürlich, weil das Be-dürfniß einer solchen anfangs nicht gefühlt wurde;keine wurde herab geführt: hinauf führen magman sie, nach Sagen und Schriften, mit mehrermoder minderm Glück; nicht aufden Anfang der Well(was ist die Welt? wer mag ihre Jahre ermessen!)aber auf die älteste Erinnerung des Men-schengeschlechtes.
Von dem fernsten Andenken, so weit eine histo-rische Zahl reichen mag, dürften, nach der höchstenRechnung, bis auf uns zweihundert siebenundzwan-zig Menschenalter zu dreiunddreißig Jahren vor-übergegangen seyn. Schriften, wiederum nach derhöchsten Rechnung, steigen etwa hundert Geschlech-
°*) L-orgelesen der königl. Akademie der Wissenschaftenzu Berlin, im Julius lese.