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den Coleopteren — Reichthum dieser Gegenden, und sicher-lich werden da auch die übrigen Ordnungen der Insekten nichtallzuweit Zurückbleiben. — Die politische Trennung Tirols inNord-, Süd- und Wälschtirol kann meiner Ansicht nach infaunistischer Hinsicht kaum mit vollem Rechte aufrecht er-halten werden, und ich möchte eher einfach zwischen Nord-und Südtirol unterscheiden, zwischen welchen im Allgemeinendie Centralkette der Alpen als Scheidewand zu gelten hätte.Die Fauna des erstem unterscheidet sich nach den bisherigenErfahrungen in entomologischer Hinsicht überhaupt im Thale wenig von der Süddeutschlands , während die höhern Gebirgesich im grossen Ganzen an die hochnordische anschliessen,uns zugleich aber auch wiederum manches Interessante bieten,das derselben nicht eigenthümlich ist, und zwar sind es dieKalkgebirge des Innthals, die in dieser Richtung besonderesInteresse erregen und reiche Ausbeute liefern. Dieselben be-sitzen eben auch in Bezug auf die Flora so manches Eigen-thümliche, da Fauna und Flora ja in einem engen Verhäl-tnisse zu einander stehen; reicher an Arten ist jedoch nachmeinen Erfahrungen immerhin noch das Centralgebirge.
Die Lepidopteren - Fauna Südtirols , wenigstens die desgrossem, warmem Theils zeigt sich fast identisch mit der vonOberitalien und man kann daher mit ziemlichem Rechte sagen,in Tirol finden sich Vertreter des nord-, mittel- und südeuro-päischen Faunengebietes.
Nordtirol ist so viel bis jetzt bekannt wurde, ärmer anArten als Südtirol , was sich auch ganz leicht erklärt, wennman bedenkt, dass die Falter Nordtirols grösstentheils keinenso streng abgegränzten Verbreitungsbezirk haben, wie somanche Südtirols , für die Trient, Meran , Bozen , Brixen undLienz die äussersten, unüberschreitbaren Gränzpunkte bilden.So ist z. ß. die Umgebung von Trient die Nordgränze fürThais polyxena, Vanessa triangulum; die Umgebung von Bozen — Meran — Brixen für Argynnis pandora, Epinephele idaThecla roboris, Polyommatus hippothoe, gordius (?), Li-