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Beitrag Lepidopteren-Fauna Tirols / J. M. Hinterwaldner
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was aber kaum häufig der Fall sein dürfte; der Einfluss derFlora wird sich mithin wohl nur auf die Yertheilung der Fal-ter innerhalb ihres durch die horizontale, verticale undmehr oder weniger vor den Einflüssen des Windes etc. ge-schützte Lage, was wir zusammen mit dem Namen Klima zubezeichnen pflegen, bedingten Verbreitungsbezirkes geltendmachen können.

Das Klima, die Verhältnisse der Temperatur und desathmosphärischeu Niederschlages, diese sind es, an die derSchmetterling in jeder seiner Entwicklungsstuffen besondereAnforderungen stellt, und so lange diese erfüllt werden, stehtseiner Verbreitung kein unüberwindliches Hinderniss entgegen.Daraus erklärt sich auch das schon mehrmals beobachtetegänzliche Verschwinden von einzelnen Falter-Arten selbst ansolchen Orten, wo sie früher gar nicht selten waren und ihrallmähliges Wiederhäufigwerden in spätem Jahren bei allen-falsigen günstigerem Verhältnissen. Schon einzelne sehrheisse und trockene oder nasse und kalte Sommer sind imStande sehr merkbare Verschiedenheiten im Vorkommen sowohlals im Aeussern der Schmetterlinge zu veranlassen; so ent-wickeln sich in sehr heissen Sommern manche Falter z. B.Argynnis aglaja, paphia, Melitaea didyma etc.), die sonstnur in einer Generation auftreten, in doppelter, was aus ihrerausserordentlichen Häufigkeit Ende des Sommers und im Herbstezu entnehmen ist; manche erscheinen, ohne dass eine doppelteGeneration anzunehmen wäre, trotzdem 4a& sehr häufig, z. B.Colias hyale, mehrere Sphinx- und Gastropacha-Arten etc.,andere aber wieder sehr selten z. B. Uropteryx sambucaria(wenigstens konnte ich in zwei sehr heissen Sommern beiImst , wo die Art andere Jahre immer sehr häufig war, stetsnur nach langem Suchen irgend ein vereinzeltes Stück ein-fangen.) Hieher dürfte sehr wahrscheinlich auch die Beob-achtung zu ziehen sein, dass ein Falter das eine Jahr sehrselten , im folgenden aber in ungewöhnlicher Menge auftritt; esergibt sieh die Erklärung dazu sehr leicht aus der Annahme