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Die neuesten Weltereignisse im Jahre 1848 / von J.J. Leuthy
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146
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von den Marke» her Fürst Lichtenstein und Erzherzog Ernst. Gari-baldi schlug daher am 26. Juli längs der toskanischen Grenze denWeg nach St. Sepolcro ein. Von da überstieg er die Apenninenund am 31. Juli stieß er bei St. Leo, nächst dem Gebiete der kleinenRepublik Sän Marine, auf die Brigade des Erzherzogs Ernst. Desbeständigen Umherziehens und der damit verbundenen Strapazen satt,ergaben sich von der noch 1000 Köpfe zählenden Mannschaft 900Mann auf die erste Aufforderung. Garibaldi selbst mit dem Rest desKorps entkam über Sogliano nach Cesenaiico, wo er sich einiger Fi-scherbarken bemächtigte und in die See stach. Aber die österreichischeMarine fing die Schiffe auf, ein Theil der Flüchtlinge rettete sich nachdem Lande und fiel dort dem Militär in die Hände, nur der Anfüh-rer wußte zu entkommen, um nachher zur schnöden Belohnung fürseinen hohen Muth und seine Hingebung im italienischen Befreiungs-kämpfe als Flüchtling in der Welt herum zu irren.

In Frankreich hatte die Beschießung und Erstürmung Roms gro-ßen Unwillen hervorgerufen. Das Ministerium benutzte Lerru Rollin'sAussprnch (als er in der Nationalversammlung auf den Anklagezu-stand des Ministeriums antrug)'Ihr wollt eine Revolution und ihrsollt sie haben", um aus einer Demonstration s13. Juni), welche zumZweck harte, eine Petition gegen den Krieg in Rom an die gesetz-gebende Versammlung zu bringen, eine Revolution zu machen, undsich dadurch Ledru Rollin's und der achtbarsten Mitglieder der Linkendurch Gefangenschaft und Deportation zu entledigen und dann vonder neugewählten Nationalversammlung den Frevel an Republik undVerfassung sanktioniren zu lassen. Wir wollen das seitherige Beneh-men Louis 'Napoleons, seinenhalboffiziellen" Brief an den Pabst,so wie das Benehmen Von Ministerium und Nationalversammlung nichtweiter berühren, sie sind noch zu neu, aber klar liegt es am Tage,daß gegen die in der Nationalversammlung gegebene Erklärung desMinisteriums, namentlich des Ministers der auswärtigen Angelegen-heiten:Der Zweck des Feldzuges sei, den römischen Bevölkerungendie Bedingungen einer guten Regierung und einer guten Freiheit zugewährleisten, welche durch die Reaktion oder durch fremde Interventionbloß gestellt werden könnten," gehandelt wurde, auf welche ErklärungLas Votum der Nationalversammlung erfolgte:Die Nationalver-sammlung fordert die Regierung auf, sofort die nöthigen Maßregelnzu treffen, damit die Expedition nicht länger von dem ihr vorgesteck-ten Zwecke abgehalten werde. Daß die französische Expedition abergerade das Gegentheil, die Unterdrückung des römischen Volkes undseiner Konstitution, zur Folge hatte, liegt nun am Tage. Frankreichs