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Die neuesten Weltereignisse im Jahre 1848 / von J.J. Leuthy
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jedoch am Morgen nach Corminbocuf verlegt. Die zweite Brigadehielt ihre Bciwache rings um Matran, wo der Divisionskomman-dant sein Hauptquartier aufschlug. Die Vormachen wurden auf dieStraße gegen Villars vorgeschoben. Noch war die erste Brigade andiesem Vereinigungspunkte nicht angekommen. Der Grund dieserVerzögerung lag darin, weil Oberst a Bundi erst den Abend vor-her zur Kolonne gekommen war. Um 3 Uhr rückte dieselbe endlichan und lagerte sich unfern der Glanebrücke. In den Beimachenentwickelte sich ein kriegerisches fröhliches Leben. Ein großes Feuerbezeichnete die Lagerstätte des Divisionskommandanten, um welcheKriegsmusik und Gesang abwechselnd erschallten. Die erste Brigadebivouakicte in geschlossenen Kolonne», die zweite in Linienaufstellung.

Die Division hatte so ihre Stellung zu rechter Zeit erreicht;sie richtete unter den verschiedenen Korps eine vollständige Kom-munikation her und stellte ihre Avantgarde und ihre Reserve aus.Der Umstand, daß fast alle Dörfer, durch welche die Truppenkamen, von der gesammten männlichen Bevölkerung und von derMehrzahl der Weiber und Kinder verlassen waren, erschwerte dieLage derselben sehr, weil alles mangelte, dessen sie zum Bivouakbedurften. Man suchte sich das Nöthige so gut als möglich zu ver-schaffen, und wenn man gezwungen war, es zu nehmen, so geschahdieß bloß, weil Niemand da war, der es hätte verkaufen odergeben können.

Die zweite Division (Burkhardt) hatte ihre Aufgabe ebenfallserfüllt. Die erste Brigade derselben (Bontems) verließ am 8. No-vember Bern und Umgegend und konzentrirte sich hinter der Sense,zwischen Neuenegg und Laupen, welche Bewegung am 11. vollen-det war. Dieselbe war nur langsam ausgeführt worden, um demGegner den wahren Angriffsplan zu verbergen und ihn glaubenzu machen, daß man mit einer starken Kolonne auf der Straßevon Bern in den Kanton Freiburg einzurücken gesonnen sei. AmMorgen des 12. November aber passtrte die erste Brigade mit einerBatterie, einer Sapeurkompagnie und einer halben Kompagnie rei-tender Jäger die Saane über die Schiffbrücke bei Laupen und mar-schirte über Gurmels und Viviers nach Pausier hinter die Saunnaz,wo sie ihr Hauptquartier nahm. Ungefähr zwanzig Minuten dieß-seits Pausier war sie durch einen Verhau aufgehalten worden, wel-chen sie nur mit großer Mühe wegschaffen konnte, ohne im Standezu sein, den Weg für die Artillerie gangbar zu machen, welche