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Der Wald in der Culturgeschichte : Vortrag gehalten im Rathhaussaale zu Zürich am 5. Februar 1885 / von A. Bühler
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anhaften wird, so ist doch unzweifelhaft, dass Griechenland und Italien zur Blüthezeit in manchen Gegenden eine be-deutend, vielleicht sogar um die Hälfte stärkere Be-völkerung besassen. Zwischen diesen beiden Grenzen derCulturentwickelung, von denen freilich die untere mitgrösserer Genauigkeit festgestellt werden kann als die obere,stehen die meisten Staaten im Herzen Europas , insbesondereauch die Schweiz . Bei ihnen, die der Gegenwart angehören,ist vorerst ein genaueres Studium allein möglich, weil, wiewir sehen werden, nur aus ihnen ausser den rein historischenauch die nöthigen naturwissenschaftlichen Unterlagen fürdie allseitige und gründliche Untersuchung des Gegen-standes zu Gebote stehen.

Wenn wir ein Land in's Auge fassen, in welchem dieNiederlassungen erst sich bilden, so dürfen wir vor allemvon den Ansiedlern nicht Rücksichten erwarten, die wirunter unsern Verhältnissen zu nehmen gezwungen oder ge-wohnt sind. Wer verlangt in Zürich oder anderswo, dassman in gewöhnlichen Jahren haushälterisch mit dem Wasserzu Werke gehe? Und doch können Jahrgänge kommen, inwelchen der Ortsvorstand in manchem Dorfe Sparsamkeitim Wasserverbrauch empfehlen muss, um der Gemeindedas Herbeiholen des Getränkes aus weiter Ferne zu ersparen.Die ersten Ansiedler befinden sich in Bezug auf den Holz-bedarf in derselben Lage, wie die Bewohner eines Dorfesin Bezug auf das Wasser. Eine Wasserfrage entsteht erstbei Zunahme der Bevölkerung, also vorzugsweise in dengrossen Städten.

Unter diesen Gesichtspunkten sind die Urtheile zuwürdigen, welche von Reisenden und auch von Forstleutenüber die Holzverschwendung bei den ersten Ansiedlungengefallt werden. Der Ansiedler, der vom Ertrag seines